Mainzer Volksbank: Schadensersatzprozess wegen Anlageberatung

Mainzer Volksbank: Schadensersatzprozess wegen Anlageberatung
07.12.2012493 Mal gelesen
Ist eine Kapitalanlage „verunglückt“, stellt sich für Anleger die Frage nach Schadensersatz. Hinsichtlich einer Anlageempfehlung der Mainzer Volksbank (MVB) ist diese Frage gerade Gegenstand eines Prozesses wegen falscher Anlageberatung.

Die Mainzer Volksbank (MVB) berät eine Vielzahl von Kunden, die in Geldangelegenheiten ihrer Bank vertrauen. Bei Beratungsgesprächen in den Filialen der MVB wurde verschiedenen Kunden unter anderem auch die Investition in den offenen Immobilienfonds AXA Immoselect empfohlen.

 

Offene Immobilienfonds wurden bis mindestens ins Jahr 2009 als sichere, aber dennoch rentable Kapitalanlagen angepriesen. Dass dem nicht so ist, zeigte die Welle von Schließungen und Auflösung, welche ihre Anfänge im Jahr 2004 hat und seit 2010 den offenen Immobilienfonds erhebliche Probleme bereitete. Hiervon war auch der von der Mainzer Volksbank Kunden empfohlene Fonds AXA Immoselect betroffen, welcher nach einer zweijährigen Schließung im November 2011 aufgelöst wurde.

 

Prozess wegen Investition in offenen Immobilienfonds

 

Für einige hiervon betroffene Kunden war dies das Signal, sich rechtlichen Beistand zu holen. Die Empfehlung der Mainzer Volksbank an sicherheitsorientierte Anleger, im Jahr 2008 in den AXA Immoselect zu investieren ist mittlerweile Gegenstand von Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Wiesbaden. Bei Prozessen wegen falscher Anlageberatung geht es um die Frage, ob eine Beratung den vom Bundesgerichtshof formuliert Anforderungen nach einer anleger- und anlagegerechten Beratung entsprach. So müssen zunächst die Wünsche des Bankkunden erfragt werden, und dann anhand dieser Wünsche eine passende Kapitalanlage von den Beratern ausgewählt werden (anlegergerechte Beratung). In einem zweiten Schritt geht es um eine umfassende und realistische Darstellung der ausgewählten Kapitalanlage (anlagegerechte Beratung). Dabei dürfen die Risiken nicht ausgespart werden.

 

In der Praxis wird jedoch nicht jedes Anlageberatungsgespräch diesen Kriterien gerecht. Ein besonders kritischer Punkt ist die ordnungsgemäße Aufklärung über Provisionszahlungen (kick backs). Dass Provisionszahlungen im Bankengeschäft keine unerheblichen „Nebeneinkünfte“ sind, lässt sich auf der Homepage der Mainzer Volksbank nachlesen, welche offen ihre Einkünfte aus Provisionen aufführt. Demnach beliefen sich die Gesamteinkünfte aus alle von der Bank erhaltenen Provisionen in den vergangenen Jahren 2010 und 2011 auf jeweils ca. 30 Mio. Euro.

 

Kunden, die sich fragen, ob sie vor der Investition in eine bestimmte Kapitalanlage von der Mainzer Volksbank im Sinne einer anleger- und anlagegerechten Beratung beraten wurden, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen ist neben den Gerichtsverfahren auch außergerichtlich für Kunden der Mainzer Volksbank tätig.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Mainzer Volksbank

 

Einen Expertencheck von Rechtsanwälten für € 50.- finden Sie hier. Sie wissen danach, was Sie tun können:

http://www.dr-stoll-kollegen.de/kanzlei/kosten

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen:

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de