König & Cie. MT King Edwin: Welche Rechte können Anleger außerhalb des Insolvenzverfahrens geltend machen?

König & Cie. MT King Edwin: Welche Rechte können Anleger außerhalb des Insolvenzverfahrens geltend machen?
21.11.2012293 Mal gelesen
Wie können Anleger nach der Insolvenz des Schiffsfonds König & Cie. MT King Edwin außerhalb des Insolvenzverfahrens wehren?

Ein kurzer Satz in der aktuellen Leistungsbilanz 2011 stellt fest, was nach der Insolvenzanmeldung des Schiffsfonds König & Cie. MT King Edwin im Mai 2012 zu erwarten war: „Auszahlungen an die Gesellschafter sind nicht mehr zu erwarten.“ Es stellt sich die Frage, ob es für die Anleger alternative Ansätze gibt, um das investierte Geld zu retten. Ansprüche auf Schadensersatz können den Anlegern weiterhelfen.

 

Wann können Anleger Schadensersatz fordern?

 

Schadensersatzansprüche können sich aus falscher Anlageberatung ergeben. Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann ermitteln, ob den Anlegern des König & Cie. MT King Edwin entsprechende Ansprüche zustehen und wie gut die Chancen sind, diese erfolgreich durchsetzen zu können. Es ist zu überprüfen, ob die Anlageberatung ordnungsgemäß ablief. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers von den Beratern erfasst werden. Dies kann zum Beispiel die Sicherheit des investierten Geldes sein oder eine risikobewusste Renditeorientierung. Erst dann kann von den Beratern eine diesen Wünschen entsprechende Kapitalanlage ausgewählt werden.

 

In einem nächsten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Anlageberatung musste realistisches Bild der Schiffsbeteiligung zeichnen

 

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung König & Cie. MT King Edwin als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen, welche aufgrund dessen keine Sicherheit des investierten Geldes bieten können. Die Pleite des Fondsschiffs und deren Konsequenzen unterstreichen dies. Daneben gibt es noch weitere Risiken, wie zum Beispiel das Verlustrisiko, die Betriebsrisiken oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die (mangelnde) Aufklärung über Provisionen. Auch der Emissionsprospekt muss gewissen Mindeststandards genügen und muss weiterhin den Anlegern rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden sein.

 

Da Anlageberatungen nicht in allen Fällen den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Beratung gerecht werden, kann die Überprüfung den Weg für Schadensersatzansprüche ebnen. Anleger des Schiffsfonds König & Cie. MT King Edwin, die wissen möchten, ob ihnen Schadensersatzansprüche zustehen, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen und ihre individuellen Chancen ermitteln lassen.

 

Weiter Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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