Commerzbank Hybridanleihe (WKN: CK 4578) - ein Desaster ohne Laufzeitende?

16.07.20101895 Mal gelesen
Immer mehr "Anleiheopfer" wenden sich an Leipold & Coll.

Was ursprünglich als sichere Geldanlage und Altersvorsorge verkauft worden ist, wird für immer mehr ältere Menschen ein Desaster ohne Laufzeitende. Zunächst konnte man nur davon ausgehen, dass die Commerzbank in einer großen Welle im Jahr 2006 die Anleihe als Neuemission unter die Kunden gebracht hat.

Zwischenzeitlich stellt sich allerdings heraus, dass die Berater der Commerzbank die Anleihe bis weit in das Jahr 2009 als sichere Anlage angepriesen haben und diese weiterhin als Altersvorsorge oder "Festgeldersatz" ohne ausreichende Risikoaufklärung vorzugsweise an ältere Menschen verkauft haben. Dies ist besonders bitter, weil im Jahr 2009 bereits bekannt war, dass die Anleihe keine Ausschüttungen im Jahr 2010 für das Jahr 2009 zahlen würde.

Auch die unendliche Laufzeit und das einseitige Kündigungsrecht der Commerzbank stellen nach wie vor für die meist älteren Kunden ein Problem da. Nach dem derzeit nicht davon auszugehen ist, dass die Anleihe durch die Commerzbank im Jahr 2012 zurück gezahlt wird, verlieren die Kunden nicht nur die oft benötigte Zinszahlung , sondern können auch noch lange auf eine Rückzahlung ihres Kapitals warten.

Wer sein eingesetztes Kapital dringend für den Lebensunterhalt benötigt, kann nur den Verkauf über den freien Markt wählen und erhält seit langem maximal zwischen 20 und 40 % des eingesetzten Kapitals. Den Rest muss man derzeit abschreiben. 

Anleger die wie die von der Kanzlei Leipold & Coll. vertretenen Mandanten eine unzureichende Risikoaufklärung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anleihe erfahren haben, können die Commerzbank auf Schadenersatz in die Pflicht nehmen. Ansatzpunkte sind die Maßgaben der BGH Rechtsprechung, was die anleger- und anlagegerechte Beratung betrifft.

Im Ergebnis ist bei einer Falschberatung die beratende Bank zur Rückabwicklung bzw. Schadenersatz verpflichtet, so dass die Differenz von derzeit ca. 60 % durch die Commerzbank zu übernehmen wäre.

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten überprüfen zu lassen.