Capital Advisor Fund II GbR (CAF): Erfolg der Kanzlei GanselRechtsanwälte in einem ersten Verfahren vor dem Landgericht Regensburg

30.06.20101303 Mal gelesen
Berlin, den 30.06.2010: Das Landgericht (LG) Regensburg hat unserem Mandanten die Zahlung von Schadenersatz wegen Falschberatung zugesprochen.
 
Der Fall
Unser Mandant beteiligte sich im Juli 2007 mit einer Einmalzahlung in Höhe von 5.040 € sowie monatlichen Raten von 105 € an der Capital Advisor Fund II GbR (CAF). Als er ca. zwei Jahre später von seiner Falschberatung erfuhr, stellte er seine Ratenzahlungen ein, erklärte den Widerruf seiner Geldanlage, die Anfechtung des Beitrittsvertrages, die außerordentliche Kündigung und verlangte schließlich die Rückzahlung seiner geleisteten Zahlungen. Als die Fondsgesellschaft die Zahlung verweigerte, klagten wir im Auftrag unseres Mandanten gegen die Fondsgesellschaft, den Insolvenzverwalter der SECI, die IFF AG, die Herren Zimmermann und Kremer (einst Geschäftsführer der geschäftsführenden Gesellschafterin) sowie gegen Herrn Turgut (Hintermann) als auch gegen den Vermittler.
 
Die Entscheidung
Das LG verurteilte die Fondsgesellschaft, die IFF AG, die Herrn Zimmermann und Kremer sowie Herrn Turgut gesamtschuldnerisch zum Schadenersatz. Diese Beklagten wurden darüber hinaus als Gesamtschuldner auch zur Zahlung der Zinsen verurteilt. Zudem wurde unser Mandant von allen Verbindlichkeiten aus seiner CAF-Beteiligung freigestellt.
Der Richter kam zu dem Ergebnis, dass die Fondsgesellschaft unseren Mandanten sittenwidrig geschädigt habe, weil den Vermittlern auf Schulungsveranstaltungen systematisch empfohlen wurde, Anleger mit einem nicht realisierbaren Garantieversprechen für den Fall des Scheiterns des Fonds zu "ködern". Eine solche Täuschung mit vorsätzlichen Falschangaben führt zur Schadenersatzpflicht.
Der Leitfaden für die Präsentation der Anlage, zu verantworten von der IFF AG, täuschte die Anleger damit, dass ihnen ein unrealistisch hoher Gewinn versprochen wurde. Diese Täuschung müssen sich auch die Geschäftsführer der geschäftsführenden Gesellschafterin zurechnen lassen.
Das LG kam schließlich zu der Überzeugung, dass sich unser Mandant nach einer korrekten, d.h. vollständigen und fehlerfreien Beratung nicht an der Capital Advisor Fund II GbR (CAF) beteiligt hätte. Ein Abzug vom Schadenersatz wegen Vorteilsausgleich der Steuerersparnisse nahm das Gericht in diesem Fall nicht vor.
 
Kommentar
Ein Verfahren gegen sieben Beklagte ist nicht alltäglich. Wir hatten uns bewusst dazu entschieden, weil wir in Kenntnis des konzertierten Zusammenwirkens der Beteiligten an dieser Geldanlage für alle weiteren Fälle auch "gerichtsfeste" Bewertungen der komplexen Täuschungshandlungen erwarteten.
Im Ergebnis sind wir bestätigt worden. Das LG hat ausgewählte Handlungen sogar mit dem Prädikat "sittenwidrig" bewertet. Dieses Urteil dürfte den geschädigten Anlegern bei Gericht helfen, zu ihrem Recht, d.h. (wieder) zu ihrem Geld zu kommen.
 
Unser Angebot
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Referenz
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