HypoVereinsbank wird zur Rückabwicklung von Zins-Währungs-Swaps verurteilt

26.05.2010969 Mal gelesen
Das Landgericht München hält die Beratung der HypoVereinsbank zu Zins-Währungs-Swaps für nicht ausreichend

 In einem Fall bei dem einer Ärztefamilie Zins-Währungs-Swaps in Höhe von 1,5 Millionen Euro durch die HypoVereinsbank verkauft worden sind, musste die Bank eine Niederlage vor dem Landgericht München hinnehmen. Nach der Beweisaufnahme kam das Gericht zu der Erkenntnis, dass weder die übergebenen Unterlagen, noch die mündliche Beratung ausreichend waren, den Klägern das Risiko dieses Finanzderivategeschäfts ausreichend zu erklären.

Ein Schwerpunkt des Urteils war auch das Anlageziel der Kläger. Das Landgericht München hat hier festgestellt, dass gerade bei der höchsten Risikoklasse in der diese Geschäfte anzusiedeln sind, eine genaue Erfassung des Anlageziels zu erfolgen hat. Ferner muss die Bank die bisherigen Kenntnisse und die wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse der Kunden vorher aufklären.

 

Besonders kritisierte das Gericht, dass die Bank nicht anlagegerecht aufgeklärt hätte. Die Bank habe in keiner Weise darauf Hinweise erteilt, welches Ausmaß eine Risikoverwirklichung habe. So wurde weder durch den Berater, noch durch den Unterlagen den Klägern deutlich gemacht, dass Sie Ihr gesamtes Vermögen und darüber hinaus unbegrenzt Verluste erleiden könnten. Damit wäre die wirtschaftliche Existenz der Kläger beendet. Eine Aussicht jemals die möglichen Verluste ausgleichen zu können, gab es nicht.

 

Die Kläger, welche durch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold vertreten wurden, sind aufgrund des Urteils ohne Schaden aus den Verträgen freigestellt worden. Die verurteilte HypoVereinsbank hat nur wenige Tage nach Verkündung des Urteils die Verträge aufgelöst.

 

Betroffenen Anlegern von Zins-Swaps oder Zins-Währungsswaps wird daher dringend dazu geraten, Ihre Unterlagen von einem spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

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