Grand Slam - Böse Falle für die Anleger - Swissquote steigt offenbar aus

15.06.20104464 Mal gelesen
Swissquote kündigt offenbar Vertrag mit DUX Partners AG
Das Grand-Slam-Programm der Liechtensteiner Firma Grandslam AM Services AG ist ominös und undurchsichtig gestaltet. Die Einzahlungen erfolgen auf ein Konto bei der Swissquote Bank, die aber nach unseren Informationen aus dem Geschäftsverhältnis mit Grand Slam ausgestiegen ist.
 
Die Geldanlage erfolgt angeblich in verschiedene Fonds durch den Vermögensverwalter Dux Trust Partners AG aus Liechtenstein entsprechend den Vereinbarungen eines Vermögensverwaltungsvertrages. Die Zusammenhänge zwischen der Dux Trust Partners AG und  der Grand Slam AM Services AG sind dabei nicht plausibel dargestellt. Der Vertrieb erfolgte jedenfalls auch über das Strukturvertriebssystem von Michael Turgut und seinem Unternehmen IFF, gegen die wir bereits einige Prozesse bezüglich anderer Geldanlagen (z. B. Capital Advisor Fund) gewonnen haben. Auch hier sind die Verträge wieder ähnlich gestaltet wie bei Capital und Multi Advisor Fund.
 
Die ersten Kontoauszüge, die uns für mehrere Anleger vorliegen, lassen nichts Gutes erahnen: die Einzahlungen des ersten Jahres wurden komplett auf sog. Vorabverwaltungsgebühren verbucht, sind also möglicherweise verloren. Dies entspricht ungefähr 10 % der gesamten Anlagesumme, wobei hier anfänglich eine Einmaleinlage gezahlt wurde, und dann monatliche Raten erbracht wurden.
 
Die Vorabverwaltungsgebühren sind den Anlegern in der Regel beim Beratungsgespräch von den Anlageberatern nicht genau erklärt worden.
 
Uns liegen Aussagen eines Vermittlers vor, aus denen sich ergibt, daß er den Anlegern gegenüber die anfänglichen Belastungen der Einzahlungen mit den Gebühren oder auch "Asset Management Fees" zumindest in Teilen nicht richtig dargestellt hat. Die Kostenbelastung wurde mit 5 % Agio angegeben, was nicht stimmt. Tatsächlich wurden knapp 10 % im Laufe der ersten Monate sofort abgezogen.
 
Bereits in der Stiftung Warentest im Februar 2009 wurde vor dieser Art Geldanlage gewarnt, weil "das Programm aufgrund der mäßigen Renditeaussichten und sehr hoher Kosten als Geldanlage nicht zu empfehlen sei."
 
So ließ schon der von der Dux Trust versandte Rückblick auf das Jahr 2008 und 2009 nichts Gutes erahnen: das Geld wurde nur in "ausgesuchten kurzfristigen Festgeldern investiert" oder "auf dem verzinsten Depositenkonto" behalten.
 
Sehr merkwürdig erscheinen daher die Empfehlungen, die auf der Web-Seite des sog. "Bund der Verbraucher e.V." ausgesprochen werden. Suggeriert wird, daß die Anlage Grand Slam für "mündige, verantwortungsvolle Verbraucher" das Ideale sei - GrandSlam ermögliche eine aktive Vermögensverwaltung auch für Anlagesummen, für die man sonst keinen Vermögensverwalter aus der Schweiz oder Liechtenstein gewinnen könne. Neben der "vollständigen Transparenz der Kosten sei die Kostenstruktur so ausgelegt, daß der langfristig orientierte Verbraucher einen Großteil wieder erstattet bekommen könne". Unserer Ansicht nach ist dies - gelinde ausgedrückt - in keinem einzigen Punkt nachvollziehbar.
 
Wir raten den Anlegern, sich schnell anwaltlich beraten zu lassen, um aus den Verträgen herauszukommen und das eingezahlte Geld zurückzuerhalten!