ALAG Auto Mobil AG & Co. KG Geschädigten droht neuer Ärger

25.01.20101187 Mal gelesen
Zahltag bei ALAG, wie eine Gesellschaft ihre Gesellschafter zur Kasse bittet

Am vergangenen Wochenende war es soweit. Die geschädigten ALAG Anleger haben vom Liquidator der Gesellschaft Post erhalten. In diesem Schreiben werden die Anleger dazu aufgefordert, ihre aus der Vergangenheit erhaltenen Ausschüttungen an die Gesellschaft zurück zu zahlen bzw. ihre Ratenzahlungen wieder zu leisten. Notfalls wolle der Liquidator die Zahlungen mit aller Härte durchsetzen.

 

Wie ist die Rechtslage?

Bei den so genannten Publikums-KGs ist es seit Jahren durch den BGH entschieden und erst im Zusammenhang mit dem Untergang der Falk-Gruppe erneut bestätigt worden, dass Anleger zu unrecht ausgezahlte Ausschüttungen im Falle einer Insolvenz an die Gesellschaft zurück zahlen müssen. In fast allen Fällen hat dies der Insolvenzverwalter auch gerichtlich durchgesetzt und dadurch einen erheblichen Vermögensteil wieder in die Gesellschaft zurück geholt.

Im Falle der ALAG könnte es anders aussehen. Zum Thema Publikumsfonds in Verbindung mit der atypischen stillen Beteiligung gibt es noch keine Entscheidung des BGH. Ob hier die Rechtsprechung des BGH analog anwendbar ist, dürfte vorerst offen bleiben. Verschiedene Ansatzpunkte könnten hier den Anlegern zu einem anderen Ergebnis verhelfen. Insbesondere der hier abgeschlossene Gesellschaftsvertrag dürfte dabei eine Rolle spielen.

 

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen die angeforderten Zahlungen nicht ohne weiteres zu leisten und erstmals die Ansprüche von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen. 

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die


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