Steigt das Risiko bei Commerzbank Hybridanleihe WKN: CK 4578 ?

22.11.20091728 Mal gelesen

Eigenkapitalähnliche Bankanleihen werden für Investoren immer riskanter. Die Ratingagentur Moodys kündigte am Freitag an, weltweit eine Herabstufung der Ratings von über 700 Nachranganleihen zu prüfen - sie wird wohl deutlich schlechtere Noten vergeben als bislang.

Die europäischen Regierungen verschärfen immer mehr die Voraussetzungen, unter denen solche Hybridanleihen als Eigenkapital anerkannt werden. Das Handelsblatt informierte am Freitag darüber, dass von der Herabstufung durch Moodys auch die Commerzbank betroffen ist. Hybridanleihen sind eigenkapitalähnliche Bonds wie Genussscheine oder Stille Beteiligungen, die an Verlusten der Bank beteiligt werden. In der Vergangenheit haben die Banken auch zu wirtschaftlichen schlechten Zeiten  diese Hybridanleihen bedient. Bei den Instituten die Staatshilfe in Anspruch genommen haben, ist das durch die Behörden zukünftig untersagt worden. Die Commerzbank Hybridanleihe wird also für das Jahr 2009 im Jahr 2010 wahrscheinlich keine Ausschüttungen mehr leisten. Sollte sie 2012 noch Staatshilfen nutzen, steht auch die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals in den Sternen. 

Moodys rechnet nach dem Bericht des Handlesblatt damit, dass sich in rund 40 Prozent der Fälle die Bonität der Anleihen um bis zu zwei Stufen verschlechtern wird, bei 50 Prozent sind es bis zu vier Stufen, beim Rest fünf Schritte und mehr.

Die Kunden der Commerzbank sind über alle diese und über die Probleme aus unseren früheren Berichten niemals aufgeklärt worden. Jeder Beratungsfehler den wir in den vergangenen Monaten beschrieben haben und der durch alle von uns vertretenen Mandanten identisch beschrieben wird, begründet für sich einen Anspruch auf Rückabwicklung.

Die Commerzbank hingegen spielt in dieser Angelegenheit auf Zeit. Wen wundert es? Am 14. Dezember 2009 verjähren die meisten Ansprüche der Anleger nach dem WpHG und die Commerzbank hat es mal wieder geschafft den Schaden für Ihre Bank so gering wie möglich zu halten.

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen, ihre Ansprüche von einem Rechtsanwalt überprüfen zu lassen und die Ansprüche rechtzeitig vor Verjährungsende anzumelden.

 

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