Commerzbank Hybridanleihe (WKN: CK 4578) als Anlagemodell in Seniorenheimen - Einzelfall oder System?

01.10.20091985 Mal gelesen

 Zwischenzeitlich melden sich immer mehr Mandanten bei der Rechtsanwaltskanzlei Leipold & Coll. mit Standorten in Frankfurt und München wegen Beratungspflichtverletzungen bei  dem Verkauf der Commerzbank Hybridanleihe (WKN: CK 4578). Nicht nur, dass die vertretenen Mandanten überwiegend über 60 Jahre alt sind, tauchen nun immer mehr Fälle auf, in dem die Anlage an Kunden ab 85 Jahren verkauft worden ist, ohne einen Hinweis auf die unendliche Laufzeit! Offensichtlich hat die Commerzbank zur Platzierung der Anleihe nicht mal davor zurückgeschreckt Bewohner von Seniorenheimen diese Anlage zu verkaufen. Die damals 86 jährige Kundin wurde durch einen Anlageberater der Commerzbank im Seniorenheim beraten und zu einer Anlage aus Festgeld in die Hybrid Anleihe gedrängt ohne nur annähernd auf die Risiken hinzuweisen. Die Rentnerin ist zwischenzeitlich verstorben und so müssen sich die Erben der geschädigten Anlegerin mit dem Problem der Falschberatung auseinandersetzen.

Sicher ist, dass eine Geldanlage mit dem Risiko des Totalausfalls und einer unendlichen Laufzeit keinesfalls nach der gängigen Rechtsprechung des BGH als Anlegergerecht gilt, sofern sie Kunden verkauft wird die bei Kauf ihr 60 Lebensalter erreicht haben. Damit ist außer der Problematik, dass keiner der geschädigten Anleger einen Prospekt erhalten hat, zumindest in den meisten Fällen eine nicht anlegergerechte Beratung gegeben die zur Rückabwicklung der Geldanlage führen kann.

Auffallend ist bei diesem Fall, dass es anscheinend ein Gewisses "System" der Bank gab, die 300 Mio. Eur Anleihe innerhalb weniger Tage ohne Prospekt an ahnungslose Rentner und Kunden zu verkaufen. Dies insbesondere deshalb, weil fast alle Kaufaufträge auf den 14. Dezember 2006 datieren.

Betroffenen Anlegern wird daher aufgrund der im November bzw. Dezember 2009 eintretenden Verjährung dringend empfohlen einen spezialisierten Rechtsanwalt zur Überprüfung der Unterlagen aufzusuchen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht plant mit der Gesellschaft zum Schutz europäischer Kapitalanleger (GS€K) dazu noch im November 2009 eine Informationsveranstaltung in Frankfurt a.M. Mehr dazu können Sie demnächst unter www.ml-ra.com oder www.gsek-gmbh.com nachlesen.

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die
Rechtsanwälte Leipold & Coll. in München oder Frankfurt a.M.
Rechtsanwalt Michael A. Leipold
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