Leipold & Coll. bereitet Klage gegen Commerzbank AG wegen Empfehlung der Commerzbank Hybridanleihe vor

06.06.20092124 Mal gelesen

 Die Rechtsanwaltskanzlei Leipold & Coll. ist nunmehr damit beauftragt worden, Klage gegen die Commerzbank AG wegen der Empfehlung zum Erwerb der Commerzbank Hybridanleihe WKN: CK 4578 vorzubereiten und beim Landgericht Frankfurt einzureichen.

 

Hintergrund ist das Beratungsgespräch einer Commerzbank Filiale zum Erwerb der Hybrid-Anleihe als sichere Geldanlage. Der Bankkunde der im Alter von über 70 Jahren eine sichere Geldanlage wünschte wurden keine Hinweise dazu gegeben, dass es sich bei dieser Geldanlage um eine unternehmerische Beteiligung handelt und seine Einlage als Eigenkapital der Commerzbank AG in deren Bilanz erscheint. Daraus ergibt sich auch, dass es sich um so genanntes Nachrangkapital handelt. Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Emittenten würden zunächst alle anderen Gläubiger bedient vor den Anlegern aus der Hybrid-Anleihe.

Ferner wurde auch nicht darauf hingewiesen, dass die angepriesenen Zinszahlungen abhängig vom Jahresgewinn der Commerzbank AG sind. Dadurch, dass die Commerzbank AG derzeit einen Bilanzverlust ausweist, werden die Zinszahlungen bis auf weiteres eingestellt.

Besonders verwerflich ist auch der Umstand, dass die Anlage seitens der Anleger nicht kündbar ist und darüber die zeichnenden Anleger nicht informiert worden sind. Sollten die Anleger wieder an Ihre Einlage wollen, bleibt Ihnen nur der Verkauf am freien Markt. Dieser war zwischenzeitlich bei ca. 20 % der ursprünglichen Einlagesumme. Die Commerzbank AG kann die Anleihe im Jahr 2012 kündigen und zahlt dann 100 % der Einlage zurück. Ob die Commerzbank AG dazu in der Lage ist, bleibt unterdessen ungewiss.

 

Im Ergebnis stellt sich heraus, dass der betroffene Anleger weder anlegergerecht noch anlagegerecht beraten worden ist. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf Rückabwicklung gegenüber der Bank. Im Erfolgsfall wird der Anleger so gestellt, als ob er die Anlage niemals gezeichnet hätte. Hinzukommt ein entgangener Gewinn in Höhe von 4,5 % p.a. seit Mittelabfluss, also Einzahlung der Einlagesumme.

 

Betroffenen Anlegern wird empfohlen Ihre Unterlagen entsprechend prüfen zu lassen. Zu berücksichtigen ist auch, dass Ansprüche aus einer Zeichnung im Jahr 2006 Ende 2009 verjähren und somit eine dauerhafte Einrede der Bank gegen den Anspruch besteht.

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die
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Rechtsanwalt Michael A. Leipold
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