Commerzbank Hybridanleihe - viele ältere Anleger sind schwer betroffen

02.06.20091201 Mal gelesen

Offensichtlich hat die Commerzbank AG durch Ihre Bankberater Ende 2006 ganze Arbeit geleistet und die hochriskante Geldanlage in nur wenigen Tagen überwiegend an ältere Menschen verkauft.

Gemeint ist die Commerzbank Hybrid Anleihe mit der WKN: CK 4578. Nach einer ersten Einschätzung ist diese unternehmerische Beteiligung meistens nur aufgrund einer mündlichen Beratung durch den jeweiligen Berater der Commerzbank AG an überwiegend ältere Menschen verkauft worden. So zeichnet sich anhand der zwischenzeitlich vertretenen Fälle durch die Kanzlei Leipold & Coll. ab, dass die Berater an Bankkunden überwiegend ab 60 Jahre herangetreten sind und ihre eigene Unternehmensanleihe an diese Kunden als besonders sichere Geldanlage verkauft haben.

 

In den vorliegenden Fällen wurde nicht darauf hingewiesen, dass es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt mit 100 % Verlustrisiko. Nicht nur der Kapitalerhalt hängt an der Bonität der Commerzbank AG, sondern auch die angepriesenen Zinszahlungen in Höhe von zunächst 5,25 %. Weist die Commerzbank AG wie derzeit keinen Gewinn in Ihrer Bilanz aus, bleiben  die Zinszahlungen ersatzlos aus. Im Falle einer Insolvenz würde es sich bei dem eingelegten Geld, sogar um Nachrrangkapital handeln, weil es sich dabei bilanztechnisch um Eigenkapital der Commerzbank AG handelt.

Verschwiegen wurde auch die Tatsache, dass die Anleger keinerlei Kündigungsrecht haben. Sollten die Anleger frühzeitig an Ihr Geld wollen, bleibt nur der Verkauf über den freien Markt zum aktuellen Marktwert. Dieser befindet sich aber bereits seit längerem weit unter dem eingesetzten Kapital.

In den meisten der vorliegenden Fälle, haben die Bankberater zum Zeitpunkt der Zeichnung keinen Prospekt übergeben. Dieser wurde erst auf Nachfragen der jeweiligen Anleger Jahre später herausgegeben. Bereits daraus ergibt sich ein entsprechender Beratungsfehler mit haftungsrechtlichen Folgen zugunsten der Anleger.

Bei der Prüfung der mandatierten Fälle wurde in allen Fällen festgestellt, dass weder eine anlegergerechte noch eine anlagegerechte Beratung stattgefunden hat. Beides führt gemäß der gängigen Rechtsprechung des BGH zu Schadensersatzansprüchen gegenüber der vermittelnden Bank.

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen, Ihre Unterlagen bei einem spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen und im Wege der Rückabwicklung ihr eingesetztes Kapital zurück zu verlangen.

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die

Rechtsanwälte Leipold & Coll. in München oder Frankfurt a.M.
Rechtsanwalt Michael A. Leipold
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