Michael Turgut wegen sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung gem. § 826 BGB verurteilt!

16.04.20094556 Mal gelesen
Am 26.01.2009 hat das OLG München (Az: 4 O 14920/07) Michael Turgut, Kopf der insolventen Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaft GmbH & Co. KG, wegen sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung eines Anlegers bei der Multi Advisor Fund I GbR nach § 826 BGB verurteil.
 
Das Oberlandesgericht sah es als erwiesen an, dass Michael Turgut verantwortlich ist, dass bestimmte Vermittler absichtlich so geschult wurden, dass sie Risiken bei der Vermittlung verharmlost haben. Zudem sei diese Verharmlosung zentrales Ziel der Schulungen gewesen.
 
Der Senat ist überzeugt, dass diese Schulungen von Michael Turgut über mehrere Ebenen organisiert und damit sichergestellt war, dass das Schulungsziel bei bestimmten Vermittlern erreicht wurde. Nach dem Konzept der Schulungen sollten die Vertreter Risiken nicht zur Sprache bringen und den Emissionsprospekt, der eine Risikoaufklärung enthält, erst möglichst spät, d.h. erst nach Unterzeichung der Beitrittserklärung übergeben. Sofern der Kunde Fragen bzgl. Risiken stellt, sollte Bedenken zerstreut werden.
 
Schließlich hat das Oberlandesgericht nach der durchgeführten Beweisaufnahme auch nachweisen können, dass Michael Turgut "nicht davor zurückschreckte, die Kunden durch unwahre Behauptungen zur Zeichnung der Geldanlage zu veranlassen".
 
Michael Turgut wurde gem. § 826 BGB dazu verurteilt, dem Anleger seine Einzahlungen zurückzuzahlen.
 
Dieses Urteil ist ein großer Sieg für geschädigte Kapitalanleger an der Multi Advisor Fund I GbR. Wir raten daher allen Anlegern der Multi Advisor Fund I GbR, ihre Beteiligungen anwaltlich prüfen zu lassen.