Commerzbank Hybridanleihe Chance oder eine weitere Möglichkeit für Anleger erspartes Geld zu verlieren?

16.04.2009981 Mal gelesen

Die Rechtsanwaltskanzlei Leipold & Coll., Frankfurt wurde damit beauftragt Schadensersatzansprüche gegenüber der Commerzbank AG wegen Falschberatung aufgrund der Vermittlung der Commerzbank Hybridanleihe (WKN: ck4578) geltend zu machen.

Hintergrund ist eine Beratung aus dem Jahr 2006 bei der dem Kunden diese Anleihe als absolut sichere Geldanlage mit 100 % Sicherheit angepriesen worden ist. Der Kundenwunsch war unter Verzicht einer erhöhten Rendite die absolut sichere Geldanlage zum einen für die Altersvorsorge zum anderen, um in absehbarer Zeit den Lebensunterhalt durch das vorhandene Geld zu stützen.

Der damalige Bankberater der Commerzbank versicherte, dass diese Anleihe dafür genau das richtige Produkt sei. Es werde zusätzlich zur absoluten Sicherheit eine 4,5 % Verzinsung geboten. Man könne jederzeit die Mittel abziehen und hätte Sie dann wieder zur freien Verfügung.

 

Zwischenzeitlich notierte die Hybridanleihe am Tiefpunkt Anfang 2009 bei ca. 20 % des eingesetzten Kapitals und erholt sich derzeit nur leicht.

 

Die damalige Beratung war aus heutiger Sicht fehlerhaft und führt somit aus verschiedenen Gründen zu Schadensersatzansprüchen gegenüber der beratenden Bank. Zum einen war im hier beschriebenen Fall die Beratung nicht Anlegergerecht, zum anderen aber auch nicht Anlagegerecht. Der Berater hätte über sämtliche Risiken in Bezug auf die Anlage hinweisen müssen. Dazu hätte auch die Möglichkeit eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals gehört. Darüber hinaus wurden keine Hinweise gegeben, dass die Anleihe zu bestimmten Zeitpunkten wie in der Finanzkrise nicht veräußerbar ist. Auch das Thema "Kick-Back" könnte hier eine erneute Rolle im Ausgang eines möglichen Schadensersatzprozesses sein. Laut BGH-Urteil welches erst im letzten Monat auch für geschlossene Fonds vom BGH bestätigt wurde, muss ein Anleger seitens der Bank über Provisionszahlungen bzgl. einer vermittelten Anlage aufgeklärt werden. Wurden gezahlte Provisionen seitens der Bank nicht offengelegt, unterstellt der BGH einen Beratungsfehler, weil der Anleger nicht einschätzen kann welche Interessen die Bank mit der Vermittlung einer solchen Anlage verfolgt. Die des Anlegers oder eigene Provisionszahlungen? Dies ist im Fall der Commerzbank Hybridanleihe besonders interessant, weil eine Tochtergesellschaft in den USA involviert ist von der die vermittelnde Commerzbank Provisionen erhalten haben könnte.

Auffallend im streitgegenständlichen Fall ist die Tatsache, dass die Zeichnung unter großen Zeitdruck seitens der Commerzbank durchgeführt worden ist und dies auch die Begründung war, warum zum Zeichnungszeitpunkt kein vollständiges Prospekt übergeben werden konnte. Alleine diese Tatsache führt aber wiederum zu einem Beratungsfehler.

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen Ihre Unterlagen und die entsprechenden Beratungsgespräche von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Letztendlich sei bemerkt, dass Ansprüche aus Beratungen im Jahr 2006 Ende 2009 verjähren können.

Für Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an die
Rechtsanwälte Leipold & Coll. in München oder Frankfurt a.M.
Rechtsanwalt Michael A. Leipold
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