Erst Argentinienanleihen - nun Ecuadoranleihen?

04.12.2008551 Mal gelesen

Droht ecuadorianischen Anleihen ein ähnliches Schicksal wie Argentinienanleihen?
Ecuador hatte am 15. November erstmals einen Termin für Zinszahlungen über 30 Millionen Dollar (23,8 Millionen Euro) auf die auch in Deutschland gehandelte, 2012 fällige Dollar-Anleihe verstreichen lassen. Bis zum 15. Dezember muss Ecuador die Zinsen zahlen. Verstreicht dieser Zeitpunkt, gilt das Land als zahlungssäumig.

Dabei wurde die Zahlungsverweigerung nicht mit mangelnder Zahlungsfähigkeit – die finanziellen Mittel sind ausreichend vorhanden, sondern mit rechtlichen Argumenten begründet. Angeblich wurden Unrechtmäßigkeiten und Gesetzesverstöße in den Anleihen gefunden.

Müssen Anleger nun den gleichen Weg bestreiten, wie bei argentinischen Anleihen. In deren Fall ist entschieden, dass der argentinische Staat dazu verpflichtet ist, den Anlegern das Geld, das diese in Argentinien-Anleihen angelegt hatten, zurück zu bezahlen und diese sich ihr Geld notfalls auch per Pfändung zurückholen können. Das Bundesverfassungsgericht hatte dazu mit Beschluss vom 8. Mai 2007 entschieden, dass Argentinien die Zahlung nicht wegen angeblichen Staatsnotstandes verweigern könne.

 

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