Argentinische Staatsanleihen - Verjährung -

27.11.20082181 Mal gelesen

Im Jahr 1996 gab die Republik Argentinien eine Staatsanleihe mit 8,5 % Zinsen fällig zum 23. Februar 2005 durch die Deutsche Bank an deutsche Anleger aus. Zahlungen erfolgten aufgrund des "Staatsbankrots" von Argentinien nicht mehr. Durch die neuesten Entwicklungen in Argentinien ist der Wert der Anleihe von ca. 30 % des ursprünglichen Wert auf nunmehr 10 % gesunken. Eine Rückzahlung ist fast ausgeschlossen.

In zahlreichen Urteilen genen Argentinien haben Anleger Ihre Ansprüche gegen das südamerikanische Land durchgesetzt und anschließend durch Arrestverfügungen gegen Eigentum Argentiniens abgesichert.

 

Aber auch gegen die vermittelnden Banken wurden zahlreiche Verfahren geführt, die überwiegend zu Gunsten der Anleger ausgegangen sind. So urteilte das OLG Frankfurt (Az.: 23 U 281/03) gegen die SEB Bank, dass sie einem Anleger dem sie hochriskante argentinische Staatsanleihen empfohlen hat und dabei ihre Beratungspflicht verletzt hat gegenüber schadensersatzpflichtig ist.

Ebenso LG Frankfurt, OLG Koblenz und das LG Münster.

Anleger die noch immer über argentinische Staatsanleihen verfügen sollten mögliche Ansprüche noch vor Ablauf des Jahres 2008 überprüfen lassen. Nach dem 31. Dezember 2008 steht einem Anspruch gegenüber einer beratenden Bank und dem Land Argentinien die Einrede der Verjährung zu und mögliche Ansprüche können dadurch nicht mehr durchgesetzt werden.