Lehman Brothers – verlorene Zertifikate – drohender Totalverlust

03.10.2008966 Mal gelesen

Die Dresdner Bank war offenbar bereits seit dem 12. September 2008 darüber informiert, dass die US Investment Bank Lehman Brothers in finanziellen Nöten ist.

Einem Bericht aus Spiegel-Online ist zu entnehmen, dass die Bank am 12. September 2008 ein Schreiben an Ihre Berater herausgegeben hat, dass ausschließlich für die interne Verwendung gedacht war. In diesem Rundschreiben gab es Hinweise darauf, dass es erhebliche finanzielle Probleme bei Lehman Brothers geben soll und im Falle einer Insolvenz Anleger von Zertifikaten mit Lehman Brothers als Emittenten einen Totalverlust erleiden werden. Trotzdem enthielt das Rundschreiben der Dresdner Bank offensichtlich keine Warnhinweise für die Kunden der Bank.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass die Bankenbranche schon Tage vor der Insolvenz der US Bank Hinweise auf den finanziellen Untergang von Lehman Brothers hatte.

Kunden von Banken die insbesondere Zertifikate aus dem Hause Lehman Brothers in Ihrem Depot haben sollten deshalb dringend von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen lassen, in wie weit Schadensersatzansprüche gegen die vermittelnde Bank in Betracht kommen.

Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Zertifikate der Anleger derzeit mit Null in den jeweiligen Kundendepots bewertet werden.