Nachrangige Hybrid Anleihen mit Endlos-Laufzeit und fest-variablen Zinsen

08.07.20081149 Mal gelesen

Wie nunmehr auch der Focus in seiner Ausgabe vom 7. Juli 2008 berichtet, hatte eine deutsche Großbank 2005 mehr als eine Milliarde Euro so genannter nachrangiger Hybrid Anleihen mit Endlos-Laufzeit und fest-variablen Zinsen ausgegeben. Oftmals an private Anleger, die im Rahmen der Ausgabe über die Risiken nicht informiert wurden und denen sich die Verlustgefahren auch nicht durch die undurchschaubare Anlage selbst erschlossen.

Die Papiere stürzten nach der Ausgabe auf bis zu 55 Prozent ihres Ausgabekurses ab.

Dies ist ein Punkt, der sich finanziell für die beteiligten Anleger auswirkt, denn nachrangige Anleihe bedeutet, dass die Käufer erst nach allen anderen Gläubigern ihr Geld erhalten.

Die Anleihen können zwar verkauft werden, dann aber nur zu dem jeweiligen Kurs und direkt an der Börse, da die Anleihen schließlich endlos laufen. Endlos hingegen sind aber nicht die festen Zinsen in Höhe von ca. 6 Prozent. Der feste Zinssatz gilt nur innerhalb der ersten fünf Jahre. Anschließend folgt eine Zinsermittlung wie in vergleichbaren Geschäften. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung liegt der Zinssatz nach dem Ende der „festen Vereinbarung“ auf einem unterdurchschnittlichen Niveau.

Besser läuft alles nur für die Bank, denn die hat sich zur Begrenzung des Risikos eine Kündigungsmöglichkeit eingeräumt. Bei einer ungünstigen Entwicklung der Zinsen darf die Bank die Anleihe kündigen.

Sollte Ihnen eine sogenannte nachrangige Hybrid Anleihe mit Endlos-Laufzeit und fest-variablen Zinsen als eine geeignete und sichere Möglichkeit dargestellt worden sein, Erträge zu erzielen, ohne dass Ihnen Risiken geschildert wurden sollten Sie Ihre Ansprüche prüfen lassen, denn mit dem herkömmlichen Begriff der Anleihe als Verzinsliches Wertpapier zur langfristigen Kreditfinanzierung hat dies nichts gemeinsam.


Für Fragen zum Thema Anleihe wenden Sie sich bitte an die

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