Vorfälligkeitsentschädigung: Commerzbank-Gebühren sind rechtswidrig, wenn die Vorfälligkeitsentschädigung ermittelt wird.

Vorfälligkeitsentschädigung: Commerzbank-Gebühren sind rechtswidrig, wenn die Vorfälligkeitsentschädigung ermittelt wird.
13.04.2013631 Mal gelesen
Commerzbank-Gebühren sind rechtswidrig - die Commerzbank hat Gebühren von 300 Euro für die Ermittlung der Vorfälligkeitsentschädigung erhoben.

Commerzbank-Gebühren sind rechtswidrig  Die bisher erhobene  Gebühr von 300 Euro für die Ermittlung der Vorfälligkeitsentschädi-gung bei vorzeitig aufgelösten Immobilienkrediten ist rechtswidrig. Das Landgericht Frankfurt hat es der Commerzbank verboten die Summe von Kunden zu verlangen, die vor Ablauf eines Immobilienkredits Haus oder Wohnung verkaufen müssen. Bisher gilt das Urteil jedoch nur für Commerzbank-Kunden.

Muss ein Haus oder eine Wohnung vor Ablauf eines Immobilienkredits verkauft werden, wird zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung eine Gebühr fällig. Dies ist allgemien anerkannt.

Mehrere BGH Ent-scheidungen legen die Regeln der Ermittlung fest 

Vorfälligkeitsentschädigung: Gebühren für Ermittlung zu hoch angesetzt

Schon 2012 kam der Streit um die Ermittlungsgebühren der Commerz-bank bei Vorfälligkeitsentschädigungen vor Gericht. Die Verbraucher-zentrale hatte Beschwerde  gegen die pauschale Erhebung von rund 300 Euro für die Errechnung der Vorfälligkeitsentschädigung einge-reicht. Nach Berufung der Bank hat die höhere Instanz, das Land-gericht Frankfurt, nach einer weiteren Klage der Schutzgemeinschaft der Bankkunden jedoch ganz aktuell zum zweiten Mal die Pauschal-gebühr für rechtswidrig erklärt.

Die Vorfälligkeitsentschädigung wird dann erhoben, wenn  Kredit-nehmer vor Ablauf der Zinsbindung den Immobilienkredit auflösen wollen oder müssen, da Sie die Immobile zum Beispiel verkaufen. Die Berechnung der Höhe der Entschädigung, die die Bankkunden in diesem Fall zahlen müssen, ist nicht ganz einfach zu berechnen. Sie hängt vom vereinbarten Zinssatz, Laufzeit und sonstigen Vertrags-gegebenheiten ab.  Aus diesem Grund hat die Commerzbank eine pauschale Gebühr von 300 Euro für diesen Rechenaufwand angesetzt. Diese pauschalen Gebühren sind jedoch nicht zugelassen.

Die Beschwerden der Bankkunden stützen sich auf den Umstand, dass in vielen Fällen die wirklichen Gebühren, gemessen am Rechenaufwand um einiges niedriger liegen müssten. Besonders bei Krediten im niedrigen vierstelligen Bereich machen so die happigen Zahlungen von 300 Euro viel aus.

Kreditkunden sollten sich in strittigen Fällen an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalanlagerecht wenden.