KGAL Private Equity Europa Plus 1: Welche Rechte können falsch beratene Anleger geltend machen?

KGAL Private Equity Europa Plus 1: Welche Rechte können falsch beratene Anleger geltend machen?
19.03.2013335 Mal gelesen
Bei Anlageberatungen können Fehler passieren. Welche Rechte können Anleger des KGAL Private Equity Europa Plus 1 geltend machen, wenn sie befürchten, dass sie falsch beraten wurden?

Da sich Anleger mit einer nahezu unüberschaubaren Vielfalt an Kapitalanlagen konfrontiert sehen,  vertrauen sie in vielen Fällen auf den Rat eines (Bank)Beraters. Doch auch dies nicht in jedem Fall eine Absicherung gegen Fehler, da auch Anlageempfehlungen Defizite aufweisen können – Beratungsfehler passieren. Anleger, die sich fragen, ob die Beteiligung am KGAL Private Equity Europa Plus 1 die richtige Wahl war, können sich hinsichtlich ihrer rechtlichen Möglichkeit von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen.

 

War Anlageberatung ordnungsgemäß abgelaufen?

 

Eine häufig erfolgversprechende Option ist es, die Beteiligung an einem geschlossenen (Dach)Fonds auf Schadensersatzansprüche zu überprüfen. Solchen können sich aus der Anlageberatung ergeben, wenn diese fehlerhaft ist. So muss beispielsweise das Risikoprofil des KGAL Private Equity Europa Plus 1 mit der Risikobereitschaft des Anlegers vereinbar sein.

 

Bei dem KGAL Private Equity Europa Plus 1 handelt es sich um einen Blind-Pool-Fonds. Diese Art von Fonds darf von Seiten eines Anlegers keine risikofreie, d. h. sichere Kapitalanlage gewünscht werden, weswegen der KGAL Private Equity Europa Plus 1 nicht für jeden Anleger und jedes Ziel geeignet ist. Denn der Risikograd eines Private-Equity-Engagements hängt in erster Linie von der Solidität der Unternehmen ab, an welchen sicher der Private-Equity-Fonds beteiligt. Die Risiken wird auch nicht durch das „Einschieben“ einer weiteren Ebene – des Dachfonds – aufgehoben, sie werden höchstens gestreut.

 

Anlageberatungsgespräche müssen auch weiteren Anforderungen genügen:  Risiken und Nachteile, die mit der Beteiligung an einem Private-Equity-Dachfonds verbunden sind, mussten umfassend und realistisch dargestellt werden. Zum Beispiel die eingeschränkte Möglichkeit, sich von Fondsanteile zu trennen – der Zweitmarkt für gebrauchte Fondsanteile ist nicht geregelt und der Verkauf von Anteil am KGAL Private Equity Europa Plus 1 ist von der Nachfrage nach entsprechenden Fondsanteilen abhängig. Der vollständige Verkaufsprospekt musste rechtzeitig übergeben werden. Dies ist nur ein Teil der Fragestellungen, die bei einer Überprüfung der Anlageberatung abgeklärt werden.

 

Anleger des KGAL Private Equity Europa Plus 1, deren Beratungsgespräch Defizite aufwies, haben gute Chancen, Schadensersatz fordern zu können. Wie gut die individuellen Chancen eines Anlegers sind, kann im Rahmen einer Überprüfung der Beteiligung an dem Dachfonds durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ermittelt werden.

 

Weitere Informationen:

Infoseite KGAL Private Equity Fonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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