KGAL SeaClass und Schadensersatz: Ansatzpunkt Anlageberatung

KGAL SeaClass und Schadensersatz: Ansatzpunkt Anlageberatung
18.03.2013367 Mal gelesen
Nicht jeder Schiffsfonds überstand die Schwierigkeiten der Schifffahrtskrise problemlos. Auch einige KGAL SeaClass-Schiffsfonds mussten ihren Anlegern schlechte Nachrichten übermitteln. Gibt es für Anleger Möglichkeiten, um Schadensersatz fordern zu können?

Die Schifffahrt hatte in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren unter erheblichen Schwierigkeiten zu leiden: die eingebrochenen Nachfrage nach Schiffstransporten, der Rückgang der Charterraten und nicht zu letzt ein Überangebot an Transportkapazitäten stellten auch verschiedenen Schiffsfonds vor erhebliche Herausforderungen. Auch einige Schiffsfonds der KGAL SeaClass-Fonds wurden von Schwierigkeiten, die unter dem Namen Schifffahrtskrise zusammengefasst wurden, nicht verschont.

 

So mussten die Anleger der Schiffsbeteiligung KGAL SeaClass 6 erfahren, dass das Sanierungskonzept für ihre Schiffsbeteiligung gescheitert sei, und dass die Aussichten für das Jahr 2013 mehr als trüb sind. Wenig später folgten die Insolvenzen der beiden Schiffsfonds KGAL SeaClass 9 und KGAL SeaClass 10. Für die Anleger dieser Schiffsfonds ist die Frage, ob sie Schadensersatz fordern können, von besonderem Interesse. Doch auch für die Anleger der weiteren KGAL SeaClass-Schiffsfonds können Schadensersatzansprüche eine Option sein, wenn sie sich fragen, ob sie die „richtige“ Kapitalanlage haben.

 

Anlageberatung vor Investition kann schadensersatzauslösende Fehler aufweisen

 

Ein in der Praxis wichtiger Anknüpfungspunkt für Schadensersatzansprüche ist die Anlageberatung. Wenn diese Fehler aufwies, stehen Schadensersatzansprüche der Anleger im Raum. Gerade bei geschlossenen Fonds zeigen sich bei einer Überprüfung der Anlageberatung des Öfteren Fehler. Denn nicht bei jedem Anlageberatungsgespräch wurde die von der Rechtsprechung geforderte anleger- und anlagegerechte Beratung durchgeführt.

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss in zwei Schritten erfolgen. Zunächst müssen die Wünsche und Ziele des Anlegers ermittelt werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt (anlegergerechte Beratung). In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die (passend empfohlene!)Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären (anlagegerechte Beratung). Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet.

 

Angesichts solcher Risiken war den Anlegern vor der Investition in einen KGAL SeaClass-Schiffsfonds ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.

 

Individuelles Anlageberatungsgespräch ist entscheidend

 
Da jedes Anlageberatungsgespräch einen eigenen, einzigartigen Verlauf hatte, bedarf es einer Prüfung des individuellen Anlageberatungsgesprächs, um die individuellen Erfolgsaussichten für Schadensersatz ermitteln zu können. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt und berät die Anleger verschiedener KGAL SeaClass Schiffsfonds – darunter etliche Commerzbank-Kunden - und hat auch schon Schadensersatzklagen für Anleger verschiedener Schiffsbeteiligungen erhoben.

 

Weitere Informationen:

Infoseite KGAL SeaClass-Schiffsfonds

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

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www.dr-stoll-kollegen.de

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