Prorendita 1: Was können Anleger unternehmen, wenn sie an ihrer Kapitalanlage zweifeln?

Prorendita 1: Was können Anleger unternehmen, wenn sie an ihrer Kapitalanlage zweifeln?
07.03.2013375 Mal gelesen
Von den einstigen Anpreisungen ist für die Anleger des Lebensversicherungsfonds Prorendita 1 heute meist wenig übrig geblieben. Wie können sich Anleger wehren, die befürchten, dass sie von Anfang an eine Kapitalanlage hatten, die nicht zu ihnen passt?

Vergleichen Anleger, die sich an dem Lebensversicherungsfonds Prorendita 1 beteiligten, die Anpreisungen der Beratungsgespräche mit der tatsächlichen Entwicklung, so ist dieser Vergleich wenig schmeichelhaft für den Fonds Prorendita Britische Leben 1. Bei nicht wenigen Anlegern kommen mittlerweile Zweifel auf, ob die Beteiligung an dem Fonds Prorendita 1 die richtige Wahl war. Solche Zweifel der Anleger können berechtigt sein.

 

Dies zeigt sich bei den Akten der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen, an welche sich zahlreiche Anleger verschiedener Prorendita Fonds wandten, immer wieder. Es sind vielfach erhebliche Fehler in der Anlageberatung festzustellen. Für Anleger der Lebensversicherungsfonds Prorendita, die bereits Zweifel an der Richtigkeit ihrer Anlageberatung haben, stellt sich die Frage, was eine ordnungsgemäße Anlageberatung leisten muss bzw. wann Beratungsfehler vorliegen.

 

Ansatzpunkt Anlageberatung

 

Wie eine ordnungsgemäße Anlageberatung abzulaufen hat, fasst die Rechtsprechung unter dem Stichwort „anleger- und anlagegerechte Beratung“ zusammen. So müssen zunächst die Wünsche und Ziele eines Anlegers ermittelt werden und dann von dem Berater eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt (anlegergerechte Beratung). In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären (anlagegerechte Beratung)

 

Bei Lebensversicherungsfonds wie Fonds Prorendita 1 mussten von den (Bank)Beratern beispielsweise darüber informiert werden, wie ein Fonds dieser Art überhaupt funktioniert und dass erhebliche Risiken wie Verlustrisiken bestehen. Eine sichere Altersvorsorge sind Lebensversicherungsfonds daher nicht. Auch mussten Anleger darauf hingewiesen werden, dass der Zweitmarkt für Fondsanteile - anders als die Börse - nicht reguliert ist. Daher ist das in einen der Prorendita-Fonds investierte Geld nicht jederzeit problemlos verfügbar. Weiterhin musste rechtzeitig ein vollständiger Prospekt des jeweiligen Lebensversicherungsfonds übergeben werden und es musste zutreffend über Provisionen aufgeklärt werden. Dies sind nur einige Ansatzpunkte, die im Rahmen einer Überprüfung der Beteiligung an dem Fond Prorendita 1 unter die Lupe genommen werden.

 

Interessengemeinschaft für Prorendita-Anleger

 

Die konkreten Aussichten einer Anlegerin oder eines Anlegers des Prorendita 1 auf Schadensersatz können nur anhand des individuellen Beratungsgesprächs untersucht werden. Denn jedes Anlageberatungsgespräch hat seinen eigenen Verlauf, den es bei einer rechtlichen Überprüfung unter die Lupe zu nehmen gilt. Zusätzlich können sich die Anleger einer Interessengemeinschaft anschließen. Im Rahmen der Interessengemeinschaft sollen die noch offenen Fragen geklärt werden, z. B. ob den Prorendita-Fonds „Konstruktionsfehler“ innewohnen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt neben Anlegern des Fonds Prorendita 1 auch Dutzende Anleger der weiteren vier Prorendita Britische Leben Fonds.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Prorendita Britische Leben

Infoseite Lebensversicherungsfonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 4

77944 Lahr

Telefon: 07841 / 94 47 68 - 0

Fax: 07841 / 94 47 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de