KGAL Private Equity Class 6: Was können Anleger unternehmen, die befürchten, falsch beraten worden zu sein

KGAL Private Equity Class 6: Was können Anleger unternehmen, die befürchten, falsch beraten worden zu sein
07.03.2013276 Mal gelesen
Welche Ansprüche können Anleger geltend machen, wenn sie vor der Investition in den Fonds KGAL Private Equity Class 6 fehlerhaft beraten wurden.

Es gibt Kapitalanlagen, die sich nicht für jedermann eignen. Zum Beispiel Private-Equity-Fonds wie der Fonds KGAL Private Equity Class 6, da solche Fonds über „eingebaute“ Risiken verfügen. Was kann ein Anleger tun, wenn er das Gefühl hat, eine für ihn unpassende Kapitalanlage erworben zu haben? Anleger, die sich überlegen, ob ihre Beteiligung an diesem geschlossenen Dachfonds eine weise Entscheidung war, können sich hinsichtlich ihrer rechtlichen Möglichkeit von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Oftmals ist es erfolgversprechend, seine Beteiligung am Fonds auf Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer zu überprüfen. Schadensersatzansprüche können sich aus einer fehlerhaften oder unzureichenden Anlageberatung ergeben.

 

Ein Engagement in einem Private-Equity-Dachfonds setzt Risikobereitschaft voraus

 

Das Risikoprofil des KGAL Private Equity Class 6 muss mit der Risikobereitschaft des Anlegers zu vereinbaren sein. Beim KGAL Private Equity Class 6 handelt es sich um einen Blind-Pool-Fonds, in dem die Auswahl der konkreten Zielfonds erst nach der Zeichnung durch den Anleger erfolgt. Diese Art von Fonds eignet sich deshalb nicht für jeden Anleger und jedes Anlageziel. Hat ein Anleger eine risikofreie Kapitalanlage gewünscht, durften die Berater den KGAL Private Equity Class 6 nicht empfehlen; denn der Risikograd eines Private-Equity-Engagements hängt in erster Linie von der Solidität der Unternehmen ab, an welchen sich der Private-Equity-Fonds beteiligt. Diese Risiken werden auch nicht durch das „Einschieben“ einer weiteren Ebene – des Dachfonds – aufgehoben: die Risiken werden höchstens gestreut, aber nicht aufgehoben.

 

Weiterhin mussten bei der Beratung neben den Vorteilen auch die Risiken und Nachteile einer Beteiligung an diesem Dachfonds genannt werden; insbesondere auf die Verlustrisiken. Daneben gibt es auch noch weitere Risiken, welche dem Fonds KGAL Private Equity Class 6 innewohnen: Beispielsweise die sehr eingeschränkte Möglichkeit, Fondsanteile wieder veräußern zu können. Die Anteile werden nicht an der (geregelten) Börse gehandelt, sondern ausschließlich an einem ungeregelten Zweitmarkt. Die Möglichkeit, seinen Anteil los zu werden, hängt von der Nachfrage ab, die ein Anleger kaum absehen kann.

 

Neben diesen Ansatzpunkten gibt es auch noch weitere Punkte, die auf Beratungsfehler und Defizite unter die Lupe genommen werden im Rahmen einer Überprüfung des Anlageberatungsgesprächs. Anleger des KGAL Private Equity Class 6, deren Beratungsgespräch fehlerhaft war, haben gute Chancen, Schadensersatz fordern zu können. Wie gut die Chancen eines Anlegers sind, kann ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht anhand einer Überprüfung des individuellen Anlageberatungsgesprächs ermitteln.

 

Weitere Informationen:

Infoseite KGAL Private Equity-Fonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

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