KGAL Private Equity Europa Plus Global 3: Welche rechtliche Möglichkeiten stehen Anlegern offen?

KGAL Private Equity Europa Plus Global 3: Welche rechtliche Möglichkeiten stehen Anlegern offen?
05.03.2013482 Mal gelesen
Nicht jede Anlageempfehlung ist richtig. Welche Rechte können Anleger im Dachfonds KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 geltend machen, soweit die falsch beraten worden sind?

Private Equity-Fonds wie der KGAL-Fonds Private Equity Europa Plus Global 3 eignen sich nicht für jeden Anleger. Wer sich als Anleger fragt, ob die Beteiligung am dem Dachfonds die richtige Wahl war, kann sich hinsichtlich seiner rechtlichen Möglichkeit von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Häufig verspricht es Erfolg, seine Beteiligung an einem geschlossenen (Dach)Fonds auf Schadensersatzansprüche gegen den Verkäufer des Produkts zu überprüfen. Solche können sich aus einer fehlerhaften oder unzureichenden Anlageberatung ergeben. So muss zum Beispiel das Risikoprofil des KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 mit der Bereitschaft des Anlegers zum Risiko zu vereinbaren sein.

 

Private-Equity-Dachfonds sind keine „risikofreien“ Kapitalanlagen

Bei dem KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 handelt es sich um einen Blind-Pool-Fonds. Das bedeutet, dass die Fondsmanager diejenigen Fonds, in den denen der Dachfonds investiert, erst auswählen, nachdem der Anleger seinen Anteil am Dachfonds gezeichnet hat. Der Anleger weiß mithin bei der Zeichnung nicht, worin er letztendlich investiert. Für einen Anleger, der eine risikofreie, sichere Kapitalanlage wünscht, ist diese Art von Dachfonds daher nicht geeignet. Der Risikograd eines Private-Equity-Engagements hängt nämlich in erster Linie von der Solidität der Unternehmen ab, an welchen sich der Private-Equity-Fonds beteiligt. Daran ändert auch das Einschieben einer weiteren Ebene, des Dachfonds, nichts. Die Risiken werden hierdurch allenfalls gestreut – sie entfallen aber nicht.

 

Bei der Beratung mussten die Anleger von den Beratern außerdem auf weitere Risiken und Nachteile einer Beteiligung an Fonds KGAL Private Equity Europa Plus Global 3 hingewiesen werden; insbesondere auf die eingeschränkte Möglichkeit, sich von seinem Anteil zu trennen. Der Handel der Anteile erfolgt nicht an der (geregelten) Börse, sondern nur an einem ungeregelten Zweitmarkt. Die Möglichkeit, seinen Anteil zu verkaufen hängt von der Nachfrage ab, die der Anleger kaum absehen kann.

 

Dies sind nur einige Ansatzpunkte, über welche bei einer rechtlichen Überprüfung der Anlageberatung überprüft werden. Daneben bestehen noch weitere Pflichten der Berater. Anleger des KGAL Private Equity Europa Plus Global 3, die unzureichend beraten worden sind, haben gute Chancen, Schadensersatz fordern zu können. Wie gut die individuellen Chancen eines Anlegers sind, kann in einer Überprüfung der Beteiligung an dem Dachfonds durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ermittelt werden.

 

Weitere Informationen:

Infoseite KGAL Private Equity Fonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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