SEB Immoinvest: Frist des irischen Kaufangebots nähert sich ihrem Ende

SEB Immoinvest: Frist des irischen Kaufangebots nähert sich ihrem Ende
26.02.2013698 Mal gelesen
Das Kaufangebot eines irischen Unternehmens für Anteile des Fonds SEB Immoinvest sorgte für Wirbel bei den Anlegern. Nachdem sich die Angebotsfrist ihrem Ende entgegen neigt, können Anleger auch andere (rechtliche) Wege ins Auge fassen, um sich von ihren Anteilen zu trennen.

Lange Zeit war es für die Anleger selbstverständlich, dass sie sich jederzeit und problemlos von Anteile ihres offenen Immobilienfonds trennen können. Bei dem Fonds SEB Immoinvest müssen sich die Anleger schon seit längerem einen Börsenverkauf bemühen, wenn sie sich schnell von ihren Fondsanteilen trennen möchten. Denn der offene Immobilienfonds schloss vor gut zwei Jahren. Diese Schließung mündete im Mai 2012 in die Auflösung des SEB Immoinvest. Doch derzeit steht den Anlegern – bis morgen– eine weitere Möglichkeit offen. Ein irisches Unternehmen unterbreitete den Anlegern ein Angebot zum Kauf von Anteilen des offenen Immobilienfonds.

 

Angebotsfrist endet morgen

 

Das öffentliche Angebot der Burlington Loan Management wurde von den Depotbanken an die Anleger des SEB Immoinvest weitergeleitet. Dem Schreiben lässt sich entnehmen, dass im Rahmen eines bestimmten Kontingents für einen Anteil des Fonds SEB Immoinvest 26 Euro angeboten werden. Die Angebotsfrist endet morgen, am 27.02.2013. Dann wird auch feststehen, ob die in den umfangreichen Unterlagen des Angebots festgelegte Bedingung hinsichtlich des Börsenpreises eintritt oder nicht.

 

In Nr. 3.3 der Internet-Unterlagen ist zu lesen, dass das Kaufangebot nur dann gilt, wenn der Börsenpreis der SEB Immoinvest-Anteile bis 27.02.2013 nicht um mehr als 2,60 Euro unter den Angebotspreis von 26 Euro gefallen ist. Aktuell bewegt sich der Kurs bei verschiedenen Börsen bei ca. 25 Euro.

 

Selbst wenn diese Bedingung nicht eintritt, liegt der angebotene Kaufpreis in etwa auf dem Niveau des Erlöses, welchen Anleger selbst bei einem börsentäglich möglichen Verkauf an der Börse erzielen können. Insofern stellt sich für trennungswillige Anleger, ob und welche Alternativen zu einem Verkauf gibt. Denn die Abwicklung des Fonds – welche den Anlegern vor einigen Wochen eine Ausschüttung in Höhe von 1,24 Euro je Anteil einbrachte – wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Eine Möglichkeit sind rechtliche Überprüfungen des Engagements eines Anlegers bei dem Fonds SEB Immoinvest. Denn im Fall einer in der Praxis alles andere als seltenen Falschberatung stehen den Anlegern Schadensersatzansprüche zu. Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht klärt für Anleger, ob schadensersatzauslösende Fehler vorliegen. Dass es sich bei der rechtlichen Überprüfung der Anlageberatung um einen lohnenden Ansatzpunkt handelt, zeigt sich in der Praxis immer wieder. Denn nicht jedes Anlageberatungsgespräch entsprach den hohen Anforderungen an eine anleger- und anlagegerechte Beratung.

 

Anlageberatung durfte Risiken wie die Schließung nicht aussparen

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung erfordert, dass Anleger über die Risiken eines offenen Immobilienfonds aufgeklärt wurden. Hierzu zählen insbesondere das Risiko einer Schließung und das Risiko einer Liquidation, die jedem offenen Immobilienfonds von Gesetzes wegen innewohnen. Dass es sich hier bei um einen Aufklärungsfehler handelt, zeigt ein von der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen erstrittenes Urteil, in welchem das Oberlandesgericht Oldenburg festgestellt, dass die Anleger eines offenen Immobilienfonds über das Risiko einer Auflösung zu informieren sind.

 

Daneben gibt es noch weitere Aufklärungs- und Hinweispflichten, die ebenfalls zu überprüfen sind. So mussten die Anleger zutreffend über Provisionen aufgeklärt werden und ihnen musste der vollständige Verkaufsprospekt des SEB Immoinvest rechtzeitig angeboten werden. Ob und welche Pflichten von Beratern verletzt wurden, ist anhand einer Überprüfung des individuellen Beratungsgesprächs zu ermitteln. Die Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen haben schon viele Anlageberatungsgespräche zur Investition in den SEB Immoinvest überprüft und oftmals Ansatzpunkte für Schadensersatzansprüche gefunden. Es wurden bereits Klagen für Anleger verschiedener offener Immobilienfonds erfolgreich bei Gericht durchgefochten.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Interessengemeinschaft SEB Immoinvest

Infoseite SEB Immoinvest

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

[email protected]

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