Prorendita 5: Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es für Anleger, die an ihrer Kapitalanlage zweifeln?

Prorendita 5: Welche rechtlichen Möglichkeiten gibt es für Anleger, die an ihrer Kapitalanlage zweifeln?
18.02.2013244 Mal gelesen
Der Lebensversicherungsfonds Prorendita 5 entpuppte sich nicht als die angepriesene Goldgrube. Wie können sich Anleger wehren, die befürchten, dass sie von Anfang an eine Kapitalanlage hatten, die nicht zu ihnen passt.

Für die Anleger des Lebensversicherungsfonds Prorendita Britische Leben 5 fällt ein Vergleich der Anpreisungen während des Beratungsgesprächs mit der späteren Entwicklung meist ungünstig aus. Es klafft eine Lücke zwischen dem Ist und dem Soll. Diese Entwicklung ist durchaus geeignet, um Anleger des Fonds Prorendita 5 daran zweifeln zu lasse, ob der Lebensversicherungsfonds überhaupt die „richtige“ Kapitalanlage für sie war.

 

Dass solche Zweifel der Anleger berechtigt sein können, zeigt sich in Dutzenden Fällen der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen, an welche sich zahlreiche Anleger verschiedener Prorendita Fonds wandten. Es sind immer wieder eklatante Beratungsfehler zu verzeichnen. Für Anleger der Lebensversicherungsfonds Prorendita, die bereits Zweifel an der Richtigkeit ihrer Anlageberatung haben, stellt sich die Frage, was eine ordnungsgemäße Anlageberatung leisten muss bzw. wann Beratungsfehler vorliegen.

 

Wie eine ordnungsgemäße Anlageberatung abzulaufen hat, fasst die Rechtsprechung unter dem Stichwort „anleger- und anlagegerechte Beratung“ zusammen. So müssen zunächst die Wünsche und Ziele eines Anlegers ermittelt werden und dann von dem Berater eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die diese Vorgaben berücksichtigt (anlegergerechte Beratung). In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären (anlagegerechte Beratung)

 

Lebensversicherungsfonds sind erfolgsabhängige Unternehmen

 

Bei Lebensversicherungsfonds wie Fonds Prorendita 5 mussten von den (Bank)Beratern beispielsweise darüber informiert werden, wie ein Fonds dieser Art überhaupt funktioniert und dass erhebliche Risiken wie Verlustrisiken bestehen. Eine sichere Altersvorsorge sind Lebensversicherungsfonds daher nicht. Auch mussten Anleger darauf hingewiesen werden, dass der Zweitmarkt, auf welchem „gebrauchte“ Fondsanteile verkauft werden können, nicht reguliert ist. Daher ist das in einen der Prorendita-Fonds investierte Geld nicht jederzeit problemlos verfügbar. Weiterhin musste rechtzeitig ein vollständiger Prospekt des jeweiligen Lebensversicherungsfonds übergeben werden und es musste zutreffend über Provisionen aufgeklärt werden. Daneben sind natürlich noch weitere Malheure möglich.

 

Die konkreten Aussichten einer Anlegerin oder eines Anlegers des Prorendita 5 auf Schadensersatz können nur anhand des individuellen Beratungsgesprächs untersucht werden. Denn jedes Anlageberatungsgespräch hat seinen eigenen Verlauf, den es bei einer rechtlichen Überprüfung unter die Lupe zu nehmen gilt. Zusätzlich können sich die Anleger einer Interessengemeinschaft anschließen. Im Rahmen der Interessengemeinschaft sollen die noch offenen Fragen geklärt werden, z. B. ob den Prorendita-Fonds „Konstruktionsfehler“ innewohnen. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt neben Anlegern des Fonds Prorendita 5 auch Dutzende Anleger der weiteren vier Prorendita Britische Leben Fonds.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Prorendita Britische Leben

Infoseite Lebensversicherungsfonds

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 4

77944 Lahr

Telefon: 07841 / 94 47 68 - 0

Fax: 07841 / 94 47 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de