HCI Shipping Select XVIII: Sanierung des Schiffs MS Mark Twain gescheitert

HCI Shipping Select XVIII: Sanierung des Schiffs MS Mark Twain gescheitert
13.02.2013268 Mal gelesen
Die Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XVIII erhielten ernüchternde Nachrichten: Die Sanierung des angeschlagenen Zielfonds MS Mark Twain ist in ihrer im Dezember beschlossenen Form gescheitert. Nun könnte ein Verkauf des Schiffs auf die Anleger zukommen.

Die Anleger des Schiffs-Dachfonds HCI Shipping Select XVIII müssen weiterhin um den Zielfonds MS Mark Twain bangen. In einem Schreiben vom 06.02.2013 teilte die Fondsverwaltung den Anlegern mit, dass die im Dezember 2012 beschlossene Sanierung gescheitert sei. Nun werde nach Alternativen gesucht, die von der finanzierenden Bank mitgetragen werden, jedoch könne ein Verkauf des Schiffs MS Mark Twain nicht mehr ausgeschlossen werden. Hinsichtlich zwei weiterer in Schieflage befindlicher Zielfonds des HCI Shipping Select XVIII – den Fonds MS Hammonia Emden und MS Hammonia Husum – enthält das Schreiben vom 06.02.2013 keine Neuigkeiten.

 

Anleger, die sich angesichts dieser Entwicklung die Frage stellen, ob sie bei der Anlageberatung überhaupt richtig über die Risiken informiert wurden, die dem Fonds HCI Shipping Select XVIII innewohnen, sollte eine anwaltliche Überprüfung ihre Anlageberatung in Erwägung ziehen. Denn: Beratungsfehler sind angesichts hoher Anforderungen an eine ordnungsgemäße Anlageberatung keine Seltenheit. Im Fall einer Falschberatung stehen Anlegern Schadensersatzansprüche zu.

 

Ein wichtiges Element einer ordnungsgemäßen Anlageberatung ist die Aufklärung über Risiken, die Fonds wie dem HCI Shipping Select XVIII innewohnen. Denn Schiffsbeteiligungen sind Unternehmen, sodass eine Schiffsbeteiligung eine Unternehmensbeteiligung mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken ist. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Letzteres steht aber im Widerspruch zu dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage oder gar Altersvorsorge.

 

Schiffsfonds sind mit zahlreichen Risiken versehen und keine sicheren Kapitalanlagen

 

Darüberhinaus bestehen diverse weitere Risiken, auf die die Anleger vor der Investition in den Schiffsfonds HCI Shipping Select XVIII hingewiesen werden mussten: Zum Beispiel den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Auch stellt sich die Frage, ob zutreffend über Provisionen aufgeklärt wurde. Über die Risikoaufklärung hinaus bestehen noch weitere Pflichten, um Anleger ordnungsgemäß über eine Kapitalanlage aufzuklären.

 

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds, muss diese zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem nächsten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Für Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XVIII, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des HCI Shipping Select XVIII sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt und berät Anleger verschiedener HCI Schiffsfonds, auch Anleger des Fond HCI Shipping Select XVIII.

 

Weitere Informationen:

Infoseite HCI Shipping Select XVIII

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

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www.dr-stoll-kollegen.de

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