Solar World AG Anleihe 10/17 – Wie können Anleger angesichts der angekündigten Einschnitte ihre Rechte wahren?

Solar World AG Anleihe 10/17 – Wie können Anleger angesichts der angekündigten Einschnitte ihre Rechte wahren?
11.02.2013554 Mal gelesen
Das Solarunternehmen SolarWorld AG kündigte einschneidende Veränderungen an. Was sollten Kleinanleger, die in die Solar World AG Anleihe 10/17 investierten, beachten?

Der Solarmodul-Hersteller SolarWorld AG sorgte in den vergangenen Tagen für nicht wenige Schlagzeilen. Neben den Ereignissen rund um den Geschäftsführer der SolarWorld AG ist es insbesondere die Lage des Solarunternehmens, die medial diskutiert wird. Denn der Konkurrenzdruck, welcher der deutschen Solarbranche zu schaffen macht, ist auch an der SolarWorld AG nicht spurlos vorübergegangen. Die SolarWorld AG meldete daher Restrukturierungsbedarf an. In diesem Rahmen wurden den Anlegern der SolarWorld AG Anleihen angekündigt, sie müssten „gravierende Einschnitte“ hinnehmen. Die Ankündigung betrifft auch die Anleihe Solar World AG 10/17 (WKN: A1CR73, ISIN: XS0478864225). Welche Maßnahmen konkret auf die Anleger zukommen, wird in der Pressemitteilung der SolarWorld AG vom 24.01.2013 offen gelassen.

 

Angesichts der Ankündigung, dass die Verbindlichkeiten (u.a.) hinsichtlich der Solar World AG Anleihe 10/17 betroffen sind, ist zu befürchten, dass dies auf finanzielle Abstriche für die Anleger hinauslaufen wird. Unabhängig davon, wie die konkreten Einschnitte aussehen werden, ist anzunehmen, dass die angekündigten Maßnahmen auf einer Gläubigerversammlung beschlossen werden. Wird eine solche Gläubigerversammlung angesetzt, sollten gerade Kleinanleger darauf achten, dass bei Beschlüssen ihre Rechte gewahrt werden. Zum einen ist auch ihr eingesetztes Kapital betroffen, zum anderen ist es für Kleinanleger oftmals nicht einfach, sich ausreichend „Gehör“ zu verschaffen.

 

Anleger, die in die Solar World AG Anleihe 10/17 investierten und angesichts der anstehenden Veränderungen befürchten, dass ihre Interessen als Kleinanleger gefährdet sind, können sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Sie können sich bei der anstehenden Sanierung – wie auch immer sie konkret aussehen mag – anwaltlich vertreten lassen, um ihre Rechte zu wahren. Dies kann zusätzlich den Vorteil einer gebündelten Interessenwahrnehmung haben, bei der der einzelnen Stimme eines jeden Anlegers mehr Beachtung zukommt.

 

Darüber hinaus können auch weitere mögliche Alternativen für die Anleger der Solar World AG Anleihe 10/17 überprüft werden. Beispielsweise bestehen Schadensersatzansprüche, wenn den Anleger vor der Investition beraten wurden und die Beratung fehlerhaft war.

 

Mehr Informationen:

InfoSeite SolarWorld AG

 

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