Falsche Anlageberatung kann überall und jederzeit passieren

Falsche Anlageberatung kann überall und jederzeit passieren
21.01.2013431 Mal gelesen
Es passiert(e) überall in Deutschland: Die falsche Beratung von Anlegern. Keine Bank und kein Landstrich ist ausgenommen. Auch eine jahrelange Kundenbeziehung ist kein Garant für stets richtige Anlageberatung. Welche rechtlichen Optionen stehen falsch beratenen Bankkunden offen?

Es passiert in Kundenberatungzentren der Banken in Großstädten. Es passiert im Beratungszimmer einer Bank in ländlichen Raum. Es betrifft Kunden großer wie der Deutschen Bank, der Postbank oder der Commerzbank. Es sind auch Kunden kleiner Sparkassen und Volksbanken betroffen. Fehlerhafte Anlageberatungen, die zu nicht bedarfsgerechten Investitionsentscheidungen führen, gab und gibt es jeden Tag in Deutschland. Und es handelt sich um ein Phänomen, das keine Bank ausspart.

 

Banken und Sparkassen bundesweit von Falschberatungen betroffen

 

Warum bankenübergreifend Falschberatungen geschehen, lässt sich schwerlich nur auf eine einzige Ursache zurückführen, wie zum Beispiel auf das sicherlich gegebene Profitinteresse der Banken. In manchen Fällen waren Falschberatungen auf Schulungsfehler zurückzuführen. In jedem Einzelfall kann ein Bündel von Gründen zu einer fehlerhaften Bankberatung führen. Daher vermuten die meisten Bankkunden (zurecht), dass die Schuld für die fehlgeschlagene Kapitalanlage nicht immer bei ihnen selbst liegt. Eines ist den meisten Fällen jedoch gemeinsam: Die Konsequenzen muss zunächst der Bankkunde tragen.

 

Angesichts der Wichtigkeit des Themas hat der Bundesgerichtshof hohe Anforderungen für eine ordnungsgemäße Anlage formuliert hat (anleger- und anlagegerechte Beratung). Die Banken müssen umfangreichen Aufklärungspflichten nachkommen – die Anlageberatung soll als Fundament für eine informierte Anlegerentscheidung dienen und nicht als undifferenziert abzuspulende Verkaufsveranstaltung für eine beliebige Kapitalanlage. Die Palette der Kapitalanlagen ist bei den meisten Banken sehr umfangreich: Vom Sparbuch über Beteiligungen an geschlossenen Fonds bis hin zu hochkomplexen, nur finanzmathematisch erfassbaren Zertifikaten. Daher ist eine realistische Information über grundlegende Mechanismen und Risiken erforderlich, wenn die Berater eine bestimmte Kapitalanlage aus dem Angebot herausgreifen und dem Kunden empfehlen.

 

In der Praxis scheitern viele Anlageberatungen daran, dass genau diese Aufklärungspflichten verletzt werden - sei es, dass einem unerfahrenen Anleger nicht erklärt wird, dass geschlossene Fonds Unternehmensbeteiligungen sind (eine Tatsache die verblüffend vielen Anlegern nicht bewusst ist) oder sei es, dass wichtige Unterlagen wie der detaillierte Emissionsprospekt nicht rechtzeitig vor der Zeichnung übergeben wird. Die Bandbreite der möglichen Pflichtverletzungen ist groß und kann überall passieren. Insofern bieten die vielleicht seit vielen Jahren vertrauten Bankberater keine generell größere Sicherheit als die Beratung durch „andere“ Berater.

 

Dass den persönlichen Bankberatern aber dessen ungeachtet von den Bankkunden viel Vertrauen entgegengebracht wird, zeigt sich bei der Beratung von Mandanten stets aufs Neue. So mancher Anleger ist enttäuscht, welche Fehlinvestition aufgrund eines Vorschlages „seiner“ Bank oder Sparkasse tätigte. Anleger, die eine Fehlberatung befürchten, können sich rechtlich beraten lassen, wie sie sich zur Wehr setzen können. Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann ermitteln, welche Ansprüche betroffene Bankkunden erfolgreich durchsetzen können.

 

Mehr Informationen rund um das Thema Anlagerecht befinden sich auf der Homepage der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen unter www.dr-stoll-kollegen.de

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