MPC Best Select III – Wann steht Anlegern Schadensersatz zu?

MPC Best Select III – Wann steht Anlegern Schadensersatz zu?
03.01.2013790 Mal gelesen
Bei dem Dachfonds MPC Best Select III läuft nicht alles optimal – so mussten die Anleger beispielsweise wiederholt auf Ausschüttungen verzichten. Welche Rechte können Anleger geltend machen? Wann können sie Schadensersatz fordern?

Der Prospekt des MPC Best Select III bietet gleich zu Beginn eine Satz zum Thema Anlageoptimierung dar. So seien durch die richtige Kombination verschiedener Anlageformen die Renditechancen eines Vermögensportfolios steigerbar und gleichzeitig könne die Sicherheit optimiert werden. Doch die Entwicklung des Fonds MPC Best Select III zeigt, dass nicht jede Theorie sich stets und unter allen Umständen reibungslos in die Praxis umsetzen lässt. Zumindest die Renditen blieben für die Anleger des MPC Best Select III bislang hinter den Anpreisungen zurück, denn bislang wurden lediglich insgesamt 6,4 % bzw. 9,4 % an die Anleger ausgeschüttet.

 

In der aktuellen Leistungsbilanz 2011, die im Herbst 2012 erschien heißt es dazu: „Die Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise betrafen alle Anlageklassen, so dass die der Portfolio-Theorie zugrunde liegende Mechanik in dieser Ausnahmesituation nicht zum Tragen kommt.“ Wenige Worte später wird der Ausfall der Ausschüttungen für das Jahr 2011 festgestellt. Wie sich die Entwicklung für das gerade vergangene Jahr 2012 gestalten wird, ist noch nicht „offiziell“ festgestellt.

 

Der Fonds MPC Best Select III wurde im Jahr 2005 aufgelegt und war im September 2006 platziert. Die Investitionsziele decken verschiedene Anlageklassen ab: Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds mit deutschen und britischen Policen sowie Schiffsfonds. Bis ins Jahr 2011 zählten auch Private-Equity-Fonds zum Portfolio des MPC Best Select III, diese wurden jedoch gegen weitere Immobilienbeteiligungen „ausgetauscht.“

 

Angeschlagene Schiffsfonds und Lebensversicherungsfonds

 

Für Sorgenfalten können die Schiffsfonds sorgen, in welche der Fonds MPC Best Select III ebenfalls investierte. Denn die Schifffahrtsbranche ächzt seit dem Jahr 2009 unter einer Krise, die gerade Schiffsfonds schwer belastete. Auch die verschiedenen Zielfonds des MPC Best Select III wurde von dieser Krise nicht ausgespart. Ein Beispiel ist Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 2, der frisches Geld benötigt. Auch der Schwester-Schiffsfonds MPC Reefer Flottenfonds 1 geriet Ende 2012 in die Bredouille.

 

Doch die Schiffsfonds sind nicht die einzigen angeschlagenen Fonds in den Reihen des MPC Best Select III. Verschiedene MPC Lebensversicherungsfonds machten Ende 2012 wegen einer Ankündigung seitens MPC Capital von sich reden. So soll wohl bei allen MPC Leben Plus oder MPC Britische Leben plus letztendlich zu Verlusten von bis zu Drittel oder mehr zu befürchten sein.

 

Welche rechtlichen Möglichkeiten stehen Anlegern offen?

 

Angesichts dieser alles andere als erfreulichen Situation der Zielfonds des MPC Best Select III kann sich für Anleger durch aus die Frage stelle, welche rechtlichen Möglichkeiten ihnen offen stehen. Eine Option ist die Überprüfung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Ein in der Praxis oftmals erfolgreicher Ansatzpunkt ist die Anlageberatung. Im Fall einer Falschberatung bestehen Schadensersatzansprüche der Anleger. Doch wann ist eine Anlageberatung ordnungsgemäß und wann weißt sie Fehler auf?

 

Grob umrissen weist eine ordnungsgemäße Anlageberatung zwei Schritte auf. Zunächst müssen die Ziele und Wünsche des Anlegers in Erfahrung gebracht werden. Anhand dieser Vorgaben wählen die Berater eine Kapitalanlage aus. Anschließend soll den Anlegern ein realistisches und umfassendes Bild von den Chancen und Risiken dieser Kapitalanlage gezeichnet werden. Hinzu kommen weitere Pflichten wie die rechtzeitige Übergabe eines Prospekts, in welchem der MPC Best Select III dargestellt wird, oder die zutreffende Aufklärung über Provisionen.

 

Ob die Anleger des MPC Best Select III tatsächlich erfolgreich Ansprüche geltend machen können, können spezialisierte Anwälte anhand des individuellen Beratungsgesprächs beurteilen. Anleger, die befürchten, dass ihre Anlageberatung Defizite aufwies, sollten nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden. Die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vertritt und berät Anleger des Fonds MPC Best Select III, denen der Fonds beispielsweise von der Beratern der SEB Bank oder der Sparkasse empfohlen wurden.

 

Weitere Informationen:

Infoseite MPC Select Fonds

 

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