MPC Capital - wie lange gibt es schon finanzielle Schwierigkeiten?

16.12.2012378 Mal gelesen
Konnten Platzierungsgarantien der MPC Fonds schon seit längerem nicht mehr bedient werden? CPO Nordamerika-Schiffe 2 Fonds nicht der erste Fonds mit Schieflage bei MPC Capital?

Seit dem die MPC Treuhandgesellschaft TVP tausende von Anleger diverser MPC Fonds angeschrieben hat und diese darum gebeten hat auf mehrere hundert Millionen US Dollar Forderungen zu verzichten, melden sich täglich neue betroffene Anleger bei der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. MPC Capital früher der größte Emittent geschlossener Fonds hat seit Jahren millionenschwere Platzierungsgarantien für Fonds gegeben. Diese Platzierungsgarantien werden gegeben um Anlegern Sicherheit zu bieten, welche in diese Fonds investieren sollen. Sollte ein Fonds nicht genügend Anleger finden ist damit gesichert, dass die Anlegergelder nicht verloren sind, sondern dass der Fonds in der angebotenen Form existieren kann. Um so fataler für die betroffenen Anleger, wenn der Garantiegeber wie im Fall MPC Capital plötzlich wegfällt. Betrachtet man allerdings die Bilanzen der MPC Capital aus der jüngsten Vergangenheit, stellt sich sofort die Frage, aus welchen Mitteln die Gesellschaft diese millionenschweren Garantien hätte bedienen sollen. Die Zahlen der Gesellschaft geben derart hohe Verpflichtungen schon seit Jahren nicht mehr her. Hinweise in den Prospekten fehlen, obwohl bereits mehrere Fonds Schwierigkeiten hatten ihre Platzierungsgarantie erfolgreich von MPC Capital einzufordern. 'Bei MPC Capital hatte diese Vorgehensweise offensichtlich System', so Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht von der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. 'Alles sieht nach einem 'Schneeballsystem' aus , wie man es schon früher aus Immobilienfonds kannte. Wenn es sich um ein System handelt, bezahlen nachfolgende Anleger mit ihrem Geld Platzierungsgarantien der vorhergehenden Fonds', so Leipold weiter. Anlageberater hätten nach den Prinzipien der anlagegerechten Beratung im Sinne des Bundesgerichtshofs darauf hinweisen müssen. Aber auch die Prospektverantwortlichen sind betroffenen Anlegern zum Schadenersatz verpflichte, wenn ein Prospektfehler nachgewiesen wird. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH hat bereits mehrere Klagen gegen Fonds der MPC Capital eingereicht, um Prospektfehler festzustellen. Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, ihre Ansprüche von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen. Besonders zu beachten sind dabei auch die Verjährungsvorschriften die in der Regelverjährung jeweils zum 31. Dezember eines Jahres greifen können. Besonders zu beachten ist die absolute Verjährungsfrist von 10 Jahren. Dabei handelt es sich um eine Frist welche vom Tag der Zeichnung genau 10 Jahre später endet.