Anlegerschutz und Verjährung zum 31. Dezember 2012

08.12.2012212 Mal gelesen
Tausende Anleger von Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds, Aktienfonds und Zertifikaten, so wie Swaps und Fremdwährungsdarlehen wurden in den vergangenen Jahren durch den Kauf empfohlener Produkte geschädigt und mussten den größten Teil ihres Vermögens abschreiben.

Betroffene Bankkunden oder Anleger müssen sich allerdings nicht mit diesen Verlusten abfinden, da bereits realisierte aber auch zunächst vorhandene Buchverluste zurück verlangt werden können. Banken und Anlageberater haben für Fehler ihrer Beratung rechtlich einzustehen.

Ansprüche der Anleger entstehen, wenn den beratenden Banken und Anlageberatern eine Falschberatung nachgewiesen werden kann. Eine solche liegt vor, wenn den Anlegern z.B. die Risiken der Kapitalanlage verschwiegen wurden oder sie nicht über Kick-Backs (Provisionen) aufgeklärt wurden, die sie von der Fondsgesellschaft für die Vermittlung der Anteile an den Fonds oder Wertpapieren erhalten haben. Allerdings drohen diese Ansprüche zum Jahresende  zu verjähren.

Für Anleger, die ihre Anteile an  Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds erst nach 2002 erworben haben, verjähren die Ansprüche zukünftig nicht mehr zum Jahresende, sondern jeweils taggenau in 10 Jahren ab dem Erwerb der Beteiligung, also ab der Falschberatung. Dies bedeutet für die Anleger eine erhebliche Unsicherheit, da die Ansprüche täglich verjähren können. Es kommt also immer auf das Zeichnungsdatum an.

Daneben gibt es aber auch die kenntnisabhängige Verjährung von 3 Jahren, die zum Jahresende 2012 greift. § 199 BGB regelt:

Betroffene Anleger von Schiffsfonds, Immobilienfonds und Medienfonds sollten sich deshalb umgehend an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden, welcher die Anleger über ihre Ansprüche und die drohende Verjährung informieren und verjährungshemmende Maßnahmen einleiten kann.