ec-Karten- und Kreditkartenbetrug im Ausland: Skimming im Lebensmittelmarkt?

29.11.2012533 Mal gelesen
Berlin, den 29. November 2012. Statistiken weisen beim klassischen Skimming – also der Manipulation von Geldautomaten mit Kartenschlitzattrappen, Tastaturaufsätzen oder Minikameras – einen Rückgang auf. Das Bemühen der Banken, mehr Sicherheit für ihre Kunden zu schaffen, waren somit zweifellos erfolgreich. Diese positive Entwicklung wird jedoch davon überschattet, dass Kriminelle verstärkt nach neuen technischen Möglichkeiten suchen, um an die PIN’s und Kartendaten der Bankkunden zu gelangen und die zur Eindämmung des Skimming getroffenen Maßnahmen zu umgehen. Dies verdeutlicht ein aktueller Fall unserer Kanzlei:

Der Fall
Unsere Mandanten verbrachten ihren Urlaub in einem Ferienhaus in Spanien. Sie kauften wie gewohnt in einer am Ort befindlichen Filiale eines deutschen Lebensmittelmarktes ein. Als sie mit der ec-Karte bezahlen wollten, wurde der Bezahlvorgang nach Eingabe der PIN abgebrochen. Einige Tage später passierte dies auch beim Bezahlvorgang mittels Kreditkarte. Das Kassenpersonal erklärte unseren Mandanten, dass es wohl ein technisches Problem gäbe. Bis dahin waren unsere Mandanten arglos. Das nachfolgende Geschehen deutet allerdings darauf hin, dass die Kassenterminals nicht defekt, sondern wahrscheinlich manipuliert worden waren.
Denn kurze Zeit danach wurde unser Mandant auf dem Parkplatz des Lebensmittelmarktes angerempelt. Wenige Minuten später bemerkte er den Verlust des Portemonnaies, das sich in seiner Gürteltasche befand. Mit dem Geld waren ec- und Kreditkarte verschwunden. Unverzüglich ließ unser Mandant die Karten sperren und benachrichtigte die Polizei.
Doch da war es schon zu spät. Die Täter hatten bereits mit den Karten mehrere tausend Euro an einem Geldautomaten in der Nähe des Marktes abgehoben. Bei der Auswertung der Überwachungsbilder konnte der Mann identifiziert werden, der unseren Mandanten angerempelt hatte. Die Veröffentlichung seines Fotos brachte allerdings keinen Erfolg.
In Deutschland verweigerte die kontoführende Bank die Schadensregulierung. Sie warf unserem Mandanten vor, die PIN nicht sorgfältig aufbewahrt und so die Abhebungen ermöglicht zu haben. Wie in vielen vergleichbaren Fällen verwies die Bank dabei auf den sog. Anscheinsbeweis.

Unsere Tätigkeit
Wir betrieben Nachforschungen und recherchierten die Möglichkeiten der Manipulation von Kassenterminals. Von abgeänderten Sichtwinkeln der Überwachungskameras und Komplizen der Täter unter dem Kassenpersonal über Schadsoftware, die über die Internetleitung die Kassenterminals eines Geschäftes infiziert, bis hin zum Einsatz von schmalen Platinen in die Geräte, die die PIN-Eingabe des Kunden „ausspähen“ - es sind zahlreiche technische Möglichkeiten vorstellbar, wie Täter außerhalb eines „klassischen“ Skimming-Szenarios an Kartendaten gelangen können. Um den Anscheinsbeweis zu entkräften, legten wir gegenüber der Bank einen alternativen Geschehensablauf dar, nach dem die Täter auch bei ordnungsgemäßem Verhalten unserer Mandanten Kenntnis von der  PIN bekommen konnten.

Unsere Erfolg
Wir konnten für unsere Mandanten die Rückzahlung des kompletten Schadensbetrags erwirken. Auch wurden die für unsere Beauftragung entstandenen Kosten vollständig von der Bank übernommen.
Wir empfehlen Geschädigten, die Opfer eines ec- oder Kreditkartenmissbrauchs geworden sind, sich über die Möglichkeiten der Schadenswiedergutmachung beraten zu lassen.

Ihr Ansprechpartner:
Marko Huth
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]

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