Fehlerhafte Anlageberatung durch Postbank Finanzberatung: Anleger klagen auf Schadensersatz

Fehlerhafte Anlageberatung durch Postbank Finanzberatung: Anleger klagen auf Schadensersatz
27.11.2012501 Mal gelesen
In den Medien wird der Postbank vorgeworfen, sie habe in erheblichem Umfang ihre Kunden bei Anlageentscheidungen falsch beraten. Ein Vorwurf, der nicht gänzlich haltlos ist, wie die anwaltliche Praxis zeigt.

Es gibt tausende unterschiedlicher Kapitalanlagen. Die meisten Anleger wenden sich daher an ihre Bank, um von deren Beratern fachkundigen Rat für die Anlageentscheidung zu erhalten. Dass dabei nicht nur einwandfreie Ratschläge erteilt werden, zeigen die aktuellen Betrugsvorwürfe gegenüber der Postbank und der Postbank Finanzberatung. Die Postbank nicht die erste Bank, der Anleger Falschberatung im großen Stil vorwerfen – es sei an die Commerzbank und die tausendfach an deren Kunden „entsorgten“ Griechenlandanleihen erinnert – aber das Thema falsche Anlageberatung durch Banken erregt nach wie vor viele Gemüter.

 

Im Fall der Postbank beziehen sich die Vorwürfe unter anderem auf Empfehlungen, in Schiffsfonds zu investieren. Eine Anlageklasse die aufgrund ihrer Risiken – Schiffsfonds sind markt- und konjunkturabhängige Unternehmen – sich nicht für jeden Anleger eignet. Die Palette der angebotenen Schiffsfonds ist reicht von Schiffsbeteiligungen der Anbieter MPC, König & Cie., über Atlantic-Schiffsfonds bishin zu Gebab oder auch Lloyd Fonds. In verschiedenen der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vorliegenden Fällen ist immer wieder zu beobachten, dass die Anleger bei der Beratung sehr einseitig informiert wurden.  Schiffsfonds sind spekulative Unternehmensbeteiligungen. Die vorhandenen Chancen auf gute Renditen haben ihre Kehrseite in entsprechenden Verlustrisiken. Ein Umstand, der nicht in jeder Anlageberatung hinreichend deutlich mitgeteilt wurde.

 

Neben Schiffsfonds auch offene Immobilienfonds von Postbank empfohlen

 

Auch die vielfach als besonders sicher angepriesenen offenen Immobilienfonds erwiesen sich nicht als verlässliche Kapitalanlagen. Dies zeigt die Auflösung der drei oft von der Postbank Finanzberatung empfohlen Fonds CS Euroreal, SEB Immoinvest und AXA Immoselect. Das „Betongold“ konnte die Versprechungen von Sicherheit, jederzeitiger Verfügbarkeit und einer Rendite nicht einlösen, mit welchen es vielfach angepriesen wurde. Die jederzeitige Verfügbarkeit des investierten Geldes – ein wichtiger Gesichtspunkt für viele Anleger – kam durch die Krise der offenen Immobilienfonds oft abhanden, da Fonds geschlossen und aufgelöst wurden. Anleger, deren offener Immobilienfonds die Anteilsrücknahme aussetzte, waren nach den Erfahrungen der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen vielfach sehr verärgert, da sie keine Ahnung hatte, dass dies überhaupt möglich ist, weil ihnen seinerzeit „versprochen“ wurde, dass ihr Geld sicher und jederzeit verfügbar war.

 

Schon diese wenigen Beispiele geben einen Eindruck davon, was im Kapitalmarktrecht tätige Anwälte tagtäglich geschildert bekommen. Falsche Anlageempfehlungen sind keine seltenen Ausnahmefälle. Denn anders ist es nicht erklärbar, warum Kunden, die ausdrücklich eine Summe in ihre Altersvorsorge investieren wollten, risikobeladene Schiffsfonds empfohlen wurde. Doch auch von solch augenfälligen Falschberatungen abgesehen, wurde bei weitem nicht jedem Postbank-Kunden die richtige Kapitalanlage empfohlen. Das derzeitige Medienecho zeigt, dass diesbezüglich einiges im Argen liegt.

 

Bereits Schadensersatzklagen bei Gericht anhängig

 

Aus rechtlicher Sicht gibt es viele Ansatzpunkte. So gibt es die Strafanzeigen gegen die Postbank wegen Betrugs, von welchen die Presse berichtete. Doch damit sind die rechtlichen Möglichkeiten noch nicht erschöpft. Es gibt zivilrechtliche Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung oder auch die Möglichkeit, die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) einzuschalten. Welche Option im konkreten Fall zielführend und erfolgversprechend ist, können Anleger und Postbank-Kunden individuell durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ermitteln lassen. Diverse Schadensersatzklagen gegen die Postbank von Anlegern, die in Schiffsfonds von Lloyd Fonds oder König & Cie. oder in offene Immobilienfonds wie den AXA Immoselect oder den CS Euroreal investierten, wurden durch die Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH bereits bei Gericht eingereicht oder werden in Kürze eingereicht.

 

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen:

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

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