Nordcapital Schiffsportfolio Global II: Ausschüttung 2011 entfällt

Nordcapital Schiffsportfolio Global II: Ausschüttung 2011 entfällt
08.11.2012286 Mal gelesen
Die Finanzen des Nordcapital Schiffsportfolios Global II sind auch im zweiten Jahr nach der Sanierung noch nicht in der „Gewinnzone“ angelangt. Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anlegern des geplagten Schiffsfonds zu?

Der Schiffsfonds Nordcapital Schiffsportfolio Global II hat auch im Jahr 2012 die stürmischen Gewässer noch nicht hinter sich gelassen. Die im Herbst 2012 erschienene Leistungsbilanz 2011 stellt für das aktuelle Jahr ein „deutlich unter dem Plan liegendes Betriebsergebnis“ in Aussicht. Für die Anleger des 2004 aufgelegten Nordcapital Schiffsportfolio Global II bedeutet dies einen Verzicht auf Ausschüttungen und die Fondsverwaltung verhandelt über Tilgungsstundungen mit den Banken. Wie es bei dem bereits sanierten Schiffsfonds weitergehen wird, ist offen. Haben Anleger angesichts dessen und der vielen schlechten Nachrichten rund um Schiffsfonds Zweifel, ob die Beteiligung an dem Schiffsfonds Nordcapital MS E. R. „das Richtige“ war, können sich rechtlichen Rat bei einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht einholen.

 

Im Rahmen einer Überprüfung der Kapitalanlage kann beispielsweise ermittelt werden, ob eine Falschberatung vor der Investition in den Fonds Nordcapital Schiffsportfolio Global II kam. Lief die Anlageberatung nicht fehlerfrei ab, stehen Schadensersatzansprüche der Anleger im Raum. Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss zwei Schritte aufweisen. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers von den Beratern erfasst werden. Dies kann zum Beispiel die Sicherheit des investierten Geldes sein oder eine risikoreiche Renditeorientierung. Erst dann kann von den Beratern eine diesen Wünschen entsprechende Kapitalanlage ausgewählt werden.

 

In einem nächsten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Falsch beratenen Anlegern stehen Schadensersatzansprüche zu

 

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung Nordcapital Schiffsportfolio Global II als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche und schadensersatzauslösende Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen, welche aufgrund dessen keine Sicherheit des investierten Geldes bieten können. Auch mussten Anleger auf die verschiedenen Risiken hingewiesen werden: zum Beispiel das Verlustrisiko, die Betriebsrisiken oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die Überprüfung der Aufklärung über Provisionen für die Vermittlung von Beteiligung am Schiffsfonds Nordcapital Schiffsportfolio Global II.

 

Haben Anleger der Schiffsbeteiligung Nordcapital Schiffsportfolio Global II das Gefühl, dass sie seinerzeit nicht ordnungsgemäß beraten wurden, können sie im Rahmen einer rechtlichen Beratung ermitteln lassen, ob sie erfolgreich Schadensersatz fordern können. Anleger müssen jedoch bedenken, dass Ansprüche nicht zeitlich unbegrenzt durch gesetzt werden können, sondern dass diese auch verjähren. Gerade bei sanierten Fonds stellt sich die Frage, ob eine kurze, 3-jährige Verjährungsfrist ausgelöst wurde, die am Ende des dritten Jahrs nach dem Bekanntwerden des Sanierungsbedarfs Ansprüche undurchsetzbar machen kann.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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