Kreditbearbeitungsgebühr - so bekommen Sie ihr Geld zurück.

06.11.2012810 Mal gelesen
Acht Oberlandesgerichte (OLG) haben entschieden: Banken dürfen für einen Kredit keine Bearbeitungsgebühr verlangen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat noch nicht entschieden. Banken, Sparkassen und Volksbanken vertrösten, Rechtsschutz gibt Deckung - also Klagen einreichen.

Acht Oberlandesgerichte in der Bundesrepublik haben entschieden: Banken dürfen für einen Kredit keine Bearbeitungsgebühr - zwischen 1% und 4 % - verlangen. Der Bundesgerichtshof (BGH) sollte das letzte Wort haben, doch die Revision wurde von der beklagten Sparkasse zurückgenommen. Das Urteil des OLG Dresden ist damit rechtskräftig. Damit sind die Chancen besser geworden, eine Kreditbe-arbeitungsgebühr zurückzufordern. Aber die Institute mauern und schreiben mit Standartbriefen zurück.

Die Oberlandesgerichte Frankfurt am Main, Düsseldorf, Karlsruhe, Dresden, Bamberg, Celle, Hamm und Zweibrücken hatten nach einer Klage entschieden, dass Kreditbearbeitungsgebühren unzulässig sind, da die Bearbeitung des Kredits keine Dienstleistung für den Kunden sei. Es handelt sich um eine Dienstleistung für die Bank selbst - sie prüft das Kreditrisiko.

Finanztest berichtete in seiner Oktoberausgabe (2012), dass das Urteil des Bundesgerichtshofes ausfällt, Kunden aber trotzdem ihr Geld zurückfordern sollten.

Die Banken, Sparkassen und Volksbanken müssen jeweils verklagt werden. Fachanwälte für Bank- und Kapitalanlagerecht werden hier tätig.