MPC MS Mahler Star: Schadensersatz bei falscher Anlageberatung

MPC MS Mahler Star: Schadensersatz bei falscher Anlageberatung
25.10.2012321 Mal gelesen
Auch langjährige Charterverträge schützen nicht vor dem Ausfall von Ausschüttungen. Diese Erfahrung machen die Anleger des Schiffsfonds MPC MS Mahler Star in diesem Jahr zum wiederholten Mal. Anleger können überprüfen lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

2005 wurde der Schiffsfonds MPC MS Mahler Star auf den Markt gebracht, welcher in ein gleichnamiges Containerschiff investiert. Ausgestattet mit einem langjährigen Chartervertrag hat das Schiff nicht mit den aktuell krisenbedingt niedrigen  Charterraten zu kämpfen. Dennoch setzt sich der Ausfall der Ausschüttungen für die Anleger auch im Jahr 2012 fort.

 

Dies zeigt, dass Schiffsfonds keineswegs verlässliche Kapitalanlagen sind. Unternehmensbeteiligungen – um nichts anderes handelt es sich bei einem Schiffsfonds – sind auf wirtschaftlichen Erfolg angewiesen. Über diese und weitere Kennzeichen des Fonds MPC MS Mahler Star mussten Anleger vor der Investition im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Anlageberatung informiert werden.

 

Umfassende Aufklärung über empfohlene Kapitalanlage erforderlich

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss in zwei Schritten erfolgen. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers berücksichtigt werden und eine Kapitalanlage ausgewählt werden, die beispielsweise sicher ist. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären.

 

Schiffsfonds als Unternehmensbeteiligungen sind mit einem Insolvenzrisiko, Totalverlustrisiko und so wie diversen Betriebsrisiken behaftet. Neben diesen Risiken verfügt der Schiffsfonds MPC MS Mahler Star über mit besonderen Risiken behaftete Kredite in japanischen Yen. Der Schiffsfonds nahm diese Kredite einst bei einem Kurs von 142 Yen je Euro auf. Seit der Finanzkrise vollzog der Kurs des Yen allerdings einen Höhenflug, und der jetzige Kurs liegt bei ca. 100 Yen je Euro. Der Fonds MPC MS Mahler Star muss daher erheblich mehr Geld erwirtschaften, um die jährliche Tilgungssumme aufbringen zu können.

 

Anleger mussten realistisches Bild von dem Fonds erhalten

 

Angesichts solcher Risiken war den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild der Kapitalanlage zu zeichnen, damit sie eine informierte Entscheidung über eine Investition fällen konnten. In diesem Zusammenhang stellt sich auch immer wieder die brisante Frage nach (versäumten) Hinweisen auf Provisionen. Wurde gegen eine Beratungspflicht verstoßen, können die Anleger Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung fordern.

 

Für falsch beratene Anleger des Schiffsfonds MPC MS Mahler Star bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC MS Mahler Star sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie Schadensersatzansprüche erfolgreich durchsetzen können.

 

Ansprüche können verjähren

 

Hierbei sollten Anleger allerdings beachten, dass Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung nicht nur die zehnjährige Höchstverjährungsfrist ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gibt. Es gibt auch eine kürzere, dreijährige Verjährungsfrist, welche am Ende des Jahres zu laufen beginnt, in welchem ein Anleger Kenntnis von der falschen Anlageberatung hatte. Hierbei können ausfallende Ausschüttungen von Bedeutung sein.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Klagemöglichkeiten der Anleger eines Schiffsfonds

 

Einen Expertencheck von Rechtsanwälten für € 50.- finden Sie hier. Sie wissen danach, was Sie tun können:

http://www.dr-stoll-kollegen.de/kanzlei/kosten

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen:

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