MPC MS Santa Leonarda: Falschberatung führt zu Schadensersatzansprüchen der Anleger

MPC MS Santa Leonarda: Falschberatung führt zu Schadensersatzansprüchen der Anleger
08.10.2012268 Mal gelesen
Die wirtschaftliche Entwicklung des Schiffsfonds MPC MS Santa Leonarda weicht deutlich von den einstigen Prognosen und Erwartungen ab. Anleger können prüfen lassen, ob ihre Anlageberatung schadensersatzauslösende Fehler enthielt.

Die Anleger des Schiffsfonds MPC MS Santa Leonarda teilen rund 7 Jahre nach der Emission des Fonds das Schicksal vieler Schiffsfonds-Anleger: die zunächst hohen Ausschüttungen sind auf Null gefallen. Diese Entwicklung zeigt, dass Schiffsfonds keine verlässlichen oder gar sicheren Kapitalanlagen sind. Dennoch wurden Anlegern in der Vergangenheit Schiffsbeteiligungen nicht selten als genau dies angepriesen und empfohlen.

 

Wurde Anlegern die Investition in den Schiffsfonds MPC MS Santa Leonarda als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Schiffsfonds sind Unternehmen mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Solche Risiken sind aber nicht mit dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage oder einer Altersvorsorge zu vereinbaren.

 

Yen-Kredite verteuerten sich

 

Darüberhinaus bestehen diverse weitere Risiken, auf die die Anleger vor der Investition in den Schiffsfonds MPC MS Santa Leonarda hingewiesen werden mussten, wie zum Beispiel die Risiken, die sich aus dem Betrieb eines Schiffs ergeben. Auch aus den Yen-Krediten des MPC MS Santa Leonarda können sich Probleme ergeben, zum Beispiel wegen des Wechselkurses. Der Schiffsfonds nahm – wie auch der Schwesterfonds MPC MS Santa Leopolda - die Kredite bei einem Kurs von 127 Yen je Euro auf, während der jetzige Kurs bei ca. 100 Yen je Euro liegt, was die Rückzahlung des Kredits verteuert. Doch eine zutreffende und umfassende Risikoaufklärung ist nicht die einzige Pflicht bei einer Anlageberatung. Diese muss anleger- und anlagegerecht sein. Um dies zu erreichen, muss eine Anlageberatung in zwei Schritten ablaufen.

 

Schadensersatz bei falscher Anlageberatung

 

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds, muss diese zunächst zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem zweiten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Erhielten die Berater für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung – wie so oft – hohe Provisionen, stellt sich die Frage nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung der Anleger hierüber. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Für Anleger des Schiffsfonds MPC MS Santa Leonarda, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC MS Santa Leonarda sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können. Anleger beachten allerdings beachten, dass es hinsichtlich Schadensersatzansprüchen neben der zehnjährigen Höchstverjährungsfrist auch eine kürzere, dreijährige Frist gibt. Diese läuft ab dem Zeitpunkt, an dem die Anleger des MPC MS Santa Leonarda Bescheid wussten, dass sie falsch beraten wurden.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Rechtansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

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