MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana – Schadensersatz bei falscher Anlageberatung

MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana – Schadensersatz bei falscher Anlageberatung
05.10.2012468 Mal gelesen
Wurden Anleger der Schiffsfonds MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana bei ihrer Anlageberatung falsch beraten – zum Beispiel nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt worden – stehen Schadensersatzansprüche im Raum.

Der Fondsanbieter MPC brachte 2007 den Schiffsfonds MS Santa Lorena und MS Santa Luciana heraus. Der geschlossene Fonds beteiligt sich an den beiden Schiffsfonds MPC Santa Lorena und MPC Santa Luciana. Diese beiden Fonds betreiben jeweils ein Containerschiff. Höchst unerfreulich ist für die Anleger des Dachfonds, dass die Ausschüttungen bislang vollkommen ausgefallen sind und nun deutlich hinter den Prognosen hinterher hinken.

 

Angesichts dieser Entwicklung wird deutlich, dass es sich bei Schiffsfonds keineswegs um verlässliche und sichere Kapitalanlagen handelt. Wurde Anlegern der Schiffsfonds MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana dennoch als sichere Anlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Schiffsfonds sind Unternehmen mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Solche Risiken darf eine sichere Kapitalanlage aber nicht aufweisen.

 

Risiken müssen in Anlageberatung realistisch und umfassend dargestellt werden

 

Es bestehen neben diesen auch weitere Risiken, auf welche die Anleger vor der Investition in den Schiffsfonds MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana hingewiesen werden mussten. Zum Beispiel ergeben sich aus den Yen-Krediten des Schiffsfonds Risiken. Zum einen kann – wie geschehen – sich der Wechselkurs ändern. Bei dem Fonds MPC MS Santa Lorena wurden die Kredite bei einem Kurs von 126 Yen je Euro aufgenommen, während der jetzige Kurs bei ca. 100 Yen je Euro liegt, was die Rückzahlung des Kredits verteuert. Zum anderen können Banken bei einem ungünstigen Verhältnis zwischen dem Kreditwert und dem Wert des Schiffs weitere Sicherheiten verlangen. Erhielten die Berater für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung – wie so oft – hohe Provisionen, stellt sich die Frage nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung der Anleger hierüber. Über die Risikoaufklärung hinaus bestehen noch weitere Pflichten, um Anleger ordnungsgemäß über eine Kapitalanlage aufzuklären.

 

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds wie den MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana, muss diese zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem zweiten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Schadensersatz bei falscher Anlageberatung

 

Für Anleger des Schiffsfonds MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC MS Santa Lorena und MS Santa Luciana sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Rechtansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

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