MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson – Falschberatung löst Schadenersatzanspruch aus

MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson – Falschberatung löst Schadenersatzanspruch aus
05.10.2012348 Mal gelesen
Anlageberatungsgespräche mussten den Anlegern des Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson Klarheit über die Risiken ihrer Kapitalanlage verschaffen. Anderenfalls stehen Schadensersatzansprüche im Raum.

Die zwei Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MPC MS Rio Thompson sind die Investitionsobjekte des Dachfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson. Die beiden Zielfonds betreiben jeweils ein Containerschiff. Für die Anleger des MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson stellten sich die Ausschüttungen der letzten Jahre als Nullnummer dar, da die Zielfonds nicht an den Dachfonds ausschütten konnten.

Angesichts dieser Entwicklung wird deutlich, dass es sich bei Schiffsfonds keineswegs um verlässliche und sichere Kapitalanlagen handelt. Wurde Anlegern der Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson dennoch als sichere Anlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Schiffsfonds sind Unternehmen mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Solche Risiken darf eine sichere Kapitalanlage aber nicht aufweisen.

Schiffsfonds bergen Risiken und sind keine sicheren Kapitalanlagen

Es bestehen auch noch weitere Risiken, auf die die Anleger vor der Investition in den Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson hingewiesen werden mussten, wie zum Beispiel die Risiken, die sich aus dem Betrieb eines Schiffs ergeben. Erhielten die Berater für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung – wie so oft – hohe Provisionen, stellt sich die Frage nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung der Anleger hierüber. Über die Risikoaufklärung hinaus bestehen noch weitere Pflichten, um Anleger ordnungsgemäß über eine Kapitalanlage aufzuklären.

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds, muss diese zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem zweiten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

Für Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können.

Drohende Verjährung: Beteiligungsdatum entscheidend

Anleger des MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson müssen hierbei beachten, dass Ansprüche auch verjähren können. Zehn Jahre nach der Zeichnung der Fondsbeteiligung verjähren Ansprüche wegen falscher Anlageberatung. Daher bietet sich bei Anlegern, die ihre Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC MS Rio Taku und MS Rio Thompson e im Jahr 2002 erwarben, ein Blick in die Zeichnungsunterlagen an. Darüber hinaus müssen Anleger beachten, dass Schadensersatzansprüche auch innerhalb einer kürzeren, dreijährigen Frist verjähren können – nämlich ab dem Zeitpunkt, an dem die Anleger Bescheid wussten, dass sie falsch beraten wurden.

Weitere Informationen:

Infoseite über die Rechtansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

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