MPC Holland 44: Falsch beraten? Ansprüche auf Schadensersatz

MPC Holland 44: Falsch beraten? Ansprüche auf Schadensersatz
02.10.2012490 Mal gelesen
Nicht jedes Anlageberatungsgespräch verschaffte den Anlegern ein realistisches Bild von ihrer Kapitalanlage. Wurden Anleger des geschlossenen Immobilienfonds MPC Holland 44 falsch beraten, können sie Schadensersatz beanspruchen.

Der Fondsanbieter MPC brachte im Jahr 2003 den Immobilienfonds MPC Holland 44 auf den Markt, welcher sich an drei Immobilien in Amstelveen, Groningen und Zaandam beteiligt. Die Anleger des Immobilienfonds Holland 44 konnten bislang stets eine mehr oder minder hohe Ausschüttung verbuchen. Allerdings gibt es einen ungewisser Faktor in der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung des MPC Holland 44: Die sich abzeichnenden Schwierigkeiten auf dem niederländischen Markt für Büro- und Gewerbeimmobilien. Nach einer langen Boomphase steigen die Leerstände und die Nachfrage nach Mietflächen ist abgeflaut. Auch die Immobilienpreise sind von diesem Abwärtstrend betroffen.

 

Anleger des Immobilienfonds MPC Holland 44, die sich vor möglichen Konsequenzen wappnen wollen, können sich bei einem Fachanwalt über mögliche Ansprüche beraten lassen. Wurde den Anlegern der MPC Holland 44 beispielsweise für eine sichere Altersvorsorge empfohlen, handelt es sich um eine falsche und schadensersatzauslösende Empfehlung. Denn geschlossene Immobilienfonds sind Unternehmen und die Beteiligung an einem Immobilienfonds ist eine Unternehmensbeteiligung mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Letzteres steht aber im Widerspruch zu dem Konzept einer sicheren Altersvorsorge.

 

Geschlossene Immobilienfonds sind keine sicheren Kapitalanlagen

 

Weiterhin handelt es sich beim Immobilienfonds MPC Holland 44 auch nicht um eine Kapitalanlage, bei der das investierte Geld jederzeit verfügbar ist. Zwar können Anteile an geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt veräußert und zu Geld gemacht werden, jedoch hängt dies davon ab, ob sich ein Käufer für die Fondsanteile findet. Der Zweitmarkt ist nicht geregelt. Aufgrund dessen ist das im MPC Holland 44 investierte Geld auch nicht jederzeit problemlos verfügbar.

 

Wurden Anleger über die obigen und weitere Gesichtspunkte falsch beraten, stehen Schadensersatzansprüche im Raum. Denn eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild von der Kapitalanlage vermitteln. Doch nicht jedes Anlageberatungsgespräch wird diesen Anforderungen gerecht. Die Überprüfung der Anlageberatung ist daher immer wieder ein erfolgversprechender Ansatzpunkt. Anleger des MPC Holland 44, die wissen möchten, welche individuellen Rechte und Ansprüche ihnen zustehen, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Geschlossene Immobilienfonds

 

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