HCI Shipping Select XXIV: Anleger, die falsch beraten wurden, können Schadensersatz fordern

HCI Shipping Select XXIV: Anleger, die falsch beraten wurden, können Schadensersatz fordern
28.09.2012363 Mal gelesen
Schiffsfonds wie der HCI Shipping Select XXIV sind Unternehmensbeteiligungen und eigenen sich daher nicht für jeden Anleger oder jedes Anlageziel. Anleger, die falsch beraten wurden, können Schadensersatz einfordern.

Der 2007 aufgelegte Dachfonds HCI Shipping Select XXIV hat – wie andere HCI-Shipping-Select-Schiffsfonds auch – damit zu tun, dass die tatsächliche Entwicklung deutliche von den einstigen Prognosen abweicht. Die schwierige Marktlage der Schifffahrt behinderte eine erwartungsgemäße Entwicklung der vier Containerschiffe MS Lantau Bay, MS Lantau Beach, MS Lantau Breeze und MS Lantau Bridge. Eine Folge hiervon ist, dass die Ausschüttungen für die Anleger des HCI Shipping Select XXIV ausfielen.

 

Welche Ansprüche den Anleger des HCI Shipping Select XXIV offenstehen, kann im Rahmen einer rechtlichen Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ermittelt werden. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die Überprüfung der Anlageberatung auf Fehler, da nicht jedes Anlagegespräch den hohen Anforderungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung hinsichtlich der Beratung der Anleger gerecht wird. Fehlerhafte Beratungsgespräche sind daher keine Seltenheit.

 

Fehlerhafte Anlageberatungsgespräche lösen Schadensersatzansprüche aus

 

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds, muss diese zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem nächsten Schritt müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung HCI Shipping Select XXIV von ihren Anlegern für die sichere Altersvorsorge empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen und somit keine sicheren, für die Altersversorge geeigneten Kapitalanlagen. Auch mussten Anleger auf diverse weitere Risiken hingewiesen werden, wie zum Beispiel das Verlustrisiko oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Ein solcher Hinweis ist aber gerade aufgrund der langen Laufzeit einer Schiffsbeteiligung angebracht. Erhielten die Berater für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung – wie so oft – hohe Provisionen, mussten sie die Anleger darüber aufklären.

 

Für Anleger des Schiffsfonds HCI Shipping Select XXIV, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des HCI Shipping Select XXIV sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können. Anleger müssen hierbei beachten, dass Ansprüche auch verjähren können. So gibt es neben der zehnjährigen Höchstdauer der Verjährungsfrist auch eine dreijährige Frist, die ab dem Zeitpunkt einsetzt, ab dem der Anleger positiv von der Falschberatung wusste.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über Rechtsansprüche der Schiffsfondsanleger

 

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