Deutsche Bank Harvest Index Swap - ein weiterer Fall von Kapitalvernichtung?

13.06.2012364 Mal gelesen
Ein vermeintlich harmloses Produkt der Deutschen Bank bringt zunächst Kunden und vor Gericht immer mehr die Bank in Bedrängnis. Auch hier waren ein negativer Marktwert in Höhe von 3 - 5 % eingepreist ohne Kenntnis der Kunden. Dies hat der BGH schon einmal bei der Deutschen Bank moniert.

Das LG Berlin verurteilt die Deutsche Bank zu Schadensersatz wegen Harrst Index Swap.

Hintergrund war ein Swapgeschäft eines mittelständischen Unternehmens. Dieser Swap war an den Deutsche Bank Harvest Index gekoppelt. Ein Index der sich aus verschiedenen Währungen zusammensetzt und als Basis dieses Swaps genommen wird. Insgesamt hatte die Klägerin aus diesem Geschäft einen Verlust von ca. 150.000,00 Euro eingefahren.

Die Klage richtete sich gegen eine Falschberatung. Die Klägerin ging davon aus, dass sie nicht über alle Risiken aufgeklärt worden ist. Insbesondere ging es hier ebenfalls wie bei dem Verfahren vor dem BGH, in dem die Deutsche Bank bereits zu Schadensersatz verurteilt worden ist, um den anfänglich eingepreisten negativen Barwert. Auch bei diesem Produkt war ein solcher in Höhe von ca. 3-5 % unstreitig vorhanden.

Fraglich bleibt nämlich überdies, ob Kunden mit einem Kredit überhaupt ein solches Wettgeschäft obendrauf verkauft werden darf, durch das bei Kursverlusten die Schulden immer mehr werden.

Das LG Berlin verurteilte die Deutsche Bank jedenfalls am Ende zu Schadensersatz. Die Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft hat bereits mehrere solche Verfahren auch vor dem LG Frankfurt a.M. erfolgreich für die Mandanten beenden können.

Betroffenen Kunden wird daher angeraten, Ihre Unterlagen von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen.