CS Euroreal wird aufgelöst – Anleger sollten handeln

23.05.2012268 Mal gelesen
Viele Anleger hatten es bereits im Gefühl. Der Offene Immobilienfonds CS Euroreal wird nun doch aufgelöst. Der bereits seit 2008 in finanzielle Schwierigkeiten geratene Immobilienfonds konnte mit der zur Verfügung stehenden Liquidität die Rückgabewünsche der Anleger nicht bedienen.

Parallelen zu SEB
Das Management des CS Euroreal (Credit Suisse Asset) orientierte sich in Bezug auf die Entscheidungsfindung über eine mögliche Öffnung oder Abwicklung an der Vorgehensweise des SEB Asset Management. Dieses legte die Entscheidung über die Zukunft des SEB ImmoInvest in die Hände der Anleger, was zur Abwicklung führte. Wie beim ImmoInvest auch, hat die am Handelstag vorhandene Liquiditätsquote des CS Euroreal nicht ausgereicht, um alle gesammelten Rückgabewünsche der Anleger zu befriedigen. „Die Rückgabewünsche haben die Prognosen massiv überschritten“, sagte Karl Heinz Heuß, Geschäftsführer der Immobilienfondsgesellschaft der Credit Suisse. Somit wurden auch, wie dies bereits aus Gründen der Gleichberechtigung angekündigt, keine einzige Verkaufsorder ausgeführt.

Abwicklungsphase von fünf Jahren
Insgesamt bleibt dem Management des CS Euroreal nun fünf Jahre Zeit, alle im Fondsbesitz befindlichen Immobilien und Liegenschaften zu veräußern und den Erlös nach und nach an die Anleger auszuzahlen. Die erste Ausschüttung soll bereits im zweiten Halbjahr erfolgen, spätestens jedoch mit der geplanten Ertragsausschüttung im Dezember. Auf die von vielen Anlegern gestellte Frage, wie hoch die Ausschüttungen insgesamt sein werden bzw. wie viel sie von ihrem eingebrachten Kapital wieder sehen werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt keine genaue Aussage getroffen werden.

Anleger sollten nun Handeln
Für Anleger gibt es diverse Möglichkeiten, lediglich mit einem blauen Auge aus der Sache heraus zu kommen. So hat uns eine Vielzahl von Anlegern übereinstimmend berichtet, dass sie bei der Wahl der Kapitalanlage in Bezug auf das Risiko stets auf Sicherheit und eine ständige Verfügbarkeit ihrer Ersparnisse bedacht waren. Über die mit einer Investition verbundenen Risiken, speziell bei Offenen Immobilienfonds, wurden sie regelmäßig nicht aufgeklärt. Ein weiterer oft unbekannter Ansatzpunkt ist die Tatsache, dass Banken, Sparkassen sowie sonstige Berater Rückvergütungen dafür erhalten haben, dass sie den Fonds vermittelt haben. Da hier ein Interessenkonflikt droht, stellt dies eine Tatsache dar, über die man die Anleger hätte aufklären müssen. Im Wesentlichen lässt sich die Kernaussage der von uns vertretenen Anleger daraufhin zusammenfassen, dass sie bei Kenntnis der tatsächlich bestehenden Risiken keinesfalls in den Fonds investiert hätten.

Die IVA Rechtsanwalts AG berät Sie im Zusammenhang mit dem CS Euroreal. Wir prüfen in einer persönlichen Beratung, ob Sie mit Aussicht auf Erfolg Ihre Ansprüche durchsetzen können.

Für weitere Informationen oder Fragen stehen wir Ihnen auf www.iva.ag\CSEuroreal gerne zur Verfügung.