Unicredit Hypo Vereinsbank - Swapverträge unhaltbar für die Bank?

Unicredit Hypo Vereinsbank - Swapverträge unhaltbar für die Bank?
17.05.2012392 Mal gelesen
Erneut muss die HypoVereinsbank vor der Justiz in München eine Niederlage hinnehmen.

Ausgangspunkt war ein Verfahren vor der 32. Zivilkammer des LG München I, welches bereits in der ersten Instanz durch die Bank verloren worden ist. Das Landgericht stellte eindeutig einen Beratungsfehler fest. Die Bank wollte es wissen und legte Berufung vor dem OLG München ein.

Nach einem mehr als eindeutigen Hinweisbeschluss des OLG München wurde diese Berufung kurzerhand seitens der Bank zurück genommen. Diese Taktik zeigt erneut wie die Bank nicht nur bei der Beratung zu den Swapgeschäften vorgegangen ist, sondern dass auch ihr Prozessverhalten ausschließlich von Taktik geprägt ist. Sobald die Bank erkennt, dass ein Verfahren verloren geht, zieht sie einRechtsmittel zurück oder strebt einen Vergleich an. Auf jeden Fall will die Bank vermeiden, weitere Urteile in höheren Instanzen gegen sich zu erhalten. Hintergrund ist, dass die Bank befürchtet immer mehr ihrer Premiumkunden könnten versuchen ihre Verluste geltend zu machen. Nach einem gerade erst erschienen Artikel im Magazin "Capital" geht es für alle Banken um tausende von Kunden und damit ebenfalls um tausende Verfahren. Bereits jetzt ist eine regelrechte Klagewelle ausgebrochen.

Im Ergebnis können die Urteile die betroffenen Bankkunden auch nur dazu ermutigen, denn bis dato haben eine Mehrzahl der klagenden Bankkunden ihren Verlust zurück erhalten oder mussten ihn erst gar nicht zahlen.

Auch das gerne problematisierte Thema "Verjährung" durch die Bank, kann der Bank dabei nicht helfen. Bereits das LG München I hat in einem Urteil durch die 34. Zivilkammer festgestellt, dass das WpHG nicht anwendbar ist und damit keine Verjährung eingetreten ist. Darüber hinaus ist bis dato durch die Bank nicht widerlegt worden, dass sie die Geschäfte nicht vorsätzlich gegen die eigenen Kunden kostruiert hat. Auch in diesem Fall ist eine Verjährung nicht eingetreten.

Betroffenen Kunden kann daher nur empfohlen werden, ihre Unterlagen durch einen Spezialisten überprüfen zu lassen.