Balanced Currency Harvest Index Swap: Deutsche Bank muss Schadensersatz leisten

19.03.2012400 Mal gelesen
Berlin, den 19. März 2012. Das Landgericht Berlin (LG) hat die Deutsche Bank wegen des Verkaufs eines Balanced Currency Harvest Index Swap zum Schadenersatz gegenüber ihrem Kunden verurteilt.

Der Fall
Die Deutsche Bank hatte einem mittelständischen Unternehmen einen strukturierten Zinsswap auf den Deutsche Bank Balanced Currency Harvest Index verkauft („Harvest Swap“). Anstelle des in Aussicht gestellten Gewinns entstand dem Unternehmen ein Schaden von ca. 150.000 EUR. Daraufhin klagte das Unternehmen auf Schadenersatz.

Die Entscheidung
Das Landgericht Berlin gab der Klage statt und stellte fest, die Deutsche Bank habe schuldhaft gehandelt und sei deshalb zum Schadenersatz verpflichtet.
In der Urteilsbegründung wird der Bank vorgeworfen, spätestens seit dem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 19.12.2006 (Az. XI ZR 56/05) gewusst zu haben, dass sie Kunden bei der Vermittlung bzw. dem Verkauf von Swaps über ihren Interessenskonflikt aufklären muss.
In einem Grundsatzurteil zu den CMS Spread Ladder Swap der Deutschen Bank hatte der BGH am 22.03.2011 (Az. XI ZR 33/10) sich schließlich dezidiert zu den Aufklärungspflichten bei strukturierten Swaps geäußert.
Das LG Berlin folgte dem BGH in seiner Entscheidung. Auf den Punkt gebracht: Für die Bank entsteht ein aufklärungsbedürftiger Interessenkonflikt, wenn sie ein Finanzprodukt entwickelt, mit dem sie die zu ihrem eigenen Vorteil strukturierten Risiken an ihre Kunden verkauft.

Landgericht Berlin, Urteil vom 16.02.2012, Az. 21 O 409/11

Unser Angebot: Kostenloses Erstgespräch! Bundesweit!
Wir bieten Swap-Geschädigten ein kostenloses Erstgespräch. Fordern Sie dafür unseren Fragebogen an. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht informieren Sie über Ihre Ansprüche, Erfolgsaussichten und Kosten der Rechtsverfolgung. So erfahren Sie, ob die Beauftragung eines Anwaltes für Sie Sinn macht. Gern können Sie uns auch vorab telefonisch kontaktieren.

Mit finanzwissenschaftlichem Gutachten zum Erfolg
Wir verfolgen in Swap-Schadensfällen das Ziel, durch qualifizierten Vortrag und zügige Verhandlungen schnell zu einer erfolgreichen außergerichtlichen Schadensregulierung zu kommen. Aufgrund der Spezifik von Swap-Geschäften unterstützt ein finanzwissenschaftliches Gutachten erheblich die Argumentation gegenüber den Banken. Wir schlagen sie mit ihren eigenen Waffen, wenn wir in einem Gutachten eine fundierte und detaillierte Bewertung des Swaps und des Schadens vorlegen können. In Absprache mit dem Mandanten lassen wir deshalb ein finanzwissenschaftliches Gutachten durch ein renommiertes Institut, die SAM (Sachsen Asset Management GmbH), erstellen. Die SAM ermittelt dann den negativen Anfangswert des Swaps unserer Mandanten. Durch das Gutachten erhöhen sich sowohl deutlich die Chancen auf eine außergerichtliche Einigung als auch die Erfolgsaussichten vor Gericht.

Service für Rechtsschutzversicherte
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir kostenlos die Deckungsanfrage.

Referenz
Wir wurde von der „Wirtschaftswoche“ als „Top-Anlegerschutzkanzlei“ ausgewiesen.
Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten geschädigte Swap-Anleger mit Erfolg.
Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.

Leseempfehlung


Ansprechpartner:

Thomas Röske
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]


Wir senden Ihnen den Fragebogen kostenlos und unverbindlich!

Schicken Sie uns den Fragebogen per E-Mail, Fax oder Post ausgefüllt zurück, dann prüfen wir Ihre Ansprüche und unterrichten Sie über die Erfolgsaussichten und die Kosten eines Rechtsstreites.