AWD: ARD-Bericht eröffnet tausenden Geschädigten neue Chancen

09.12.2011836 Mal gelesen
Berlin, den 9. Dezember 2011. Die ARD hat in ihrem Politikmagazin „Panorama“ am 8.12.2011 in einem Beitrag mit dem Titel „AWD drohen Millionen-Rückzahlungen“ über die Provisionen des Finanzdienstleisters AWD und seiner Tochterfirmen berichtet. Diese Enthüllung dürfte - wenn sie zutrifft - dem AWD, aber auch vielen anderen Vermittlern, die heimlich höhere als die offenbarten Provisionen kassiert haben, nicht nur den Zorn ihrer Kunden, sondern Rückforderungen bescheren.

Das Provisionsproblem
Provisionen sind das Entgelt für Finanzberater und Vermittler. Diese zahlt der Anleger im Regelfall nicht direkt an den Vermittler. Sie werden vielmehr aus dem Agio und oft zusätzlich aus seiner Einlage gezahlt. Das ist solange gerechtfertigt, wie die Provision nicht überhöht und verschwiegen wird. Denn der Kunde muss, um eine sachgerechte Entscheidung über seine Beteiligung an einer Kapitalanlage treffen zu können, wissen, mit wie viel „weichen Kosten“ sein Investment belastet ist, weil davon entscheidend die Rentabilität der Anlage und ggf. sogar ihr Bestand abhängt.

Überhöhte Provisionen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat deshalb im Jahre 2004 klargestellt, dass Finanzberater ihre Kunden darüber aufklären müssen, wenn Provisionen von 15 % und mehr fließen. Tatsächlich wurden – lt. Aussagen zweier ehemaliger leitender Angestellter des AWD-Konzerns im ARD-Magazin Panorama AWD-Kunden Provisionen von mehr als 15 % nicht offengelegt. Und das nicht nur in ein paar Einzelfällen, sondern für ca. 75 % der vermittelten Produkte, wie „Panorama“ recherchiert hat. Das soll vor allem den Vertrieb von geschlossenen Fonds rund um den Börsengang des Unternehmens im Jahre 2000 betroffen haben. Wir rechnen damit, dass nach dieser Offenbarung in den kommenden Wochen weitere brisante Details der Provisionspraxis bekannt werden. Und diese Details könnten für tausende von Anlegern die Munition bedeuten, die sie benötigen, um ihre Schäden aus gescheiterten  Investments durchzusetzen.

Aufklärungsverschulden führt zur Haftung
Da das erwähnte BGH-Urteil auch rückwirkend gilt und man nach unserer Vermutung die überhöhten Provisionen nicht nur auf das Umfeld des Jahres 2000 beschränken kann, muss der AWD wohl mit Rückforderungen der Anleger in dreistelliger Millionenhöhe rechnen. Denn rechtlich ist bei derart überhöhten Provisionen davon auszugehen, dass ein Anleger die Kapitalanlage bei pflichtgemäßer Aufklärung nicht erworben hätte (sog. Vermutung aufklärungsgerechten Verhaltens).
Rechtsfolge: Wird ein Anleger pflichtwidrig nicht aufgeklärt, kann er vom Vermittler bzw. dem Vermittlungsunternehmen verlangen so gestellt zu werden, als hätte er die Anlage niemals abgeschlossen.

Verjährung droht!
Viele Schadenersatzansprüche von Kapitalanlegern verjähren zum Ende diesen Jahres (genau mit Ablauf des 2. Januar 2012). Das betrifft vor allem Kapitalanlagen, die bis Ende des Jahres 2001 erworben wurden. Hier kommt es jetzt darauf an, noch in diesem Jahr verjährungshemmende Maßnahmen einzuleiten, ansonsten besteht die Gefahr, dass sich später keine Ansprüche mehr durchsetzen lassen.

Wir sichern Ihre Ansprüche zum Jahresende. Bundesweit!
Wir prüfen bei AWD-vermittelten Anlagen, ob Sie falsch bzw. unzureichend beraten wurden. Um Ihre Ansprüche zu wahren, bieten wir Ihnen an, zum Jahresende kostengünstig zunächst verjährungshemmende Maßnahmen zu ergreifen. Wir beraten dann mit Ihnen im kommenden Jahr, wie wir Ihre Ansprüche durchsetzen. Fordern Sie dafür unseren Fragebogen an. Es werden Fragebögen berücksichtigt, die bis 27.12.2011 24:00 bei uns eingehen (Ausschlussfrist).

Service für Rechtsschutzversicherte
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir kostenlos die Deckungsanfrage.

Referenz
Wir sind eine von der „Wirtschaftswoche“ ausgewiesene „Top-Anlegerschutzkanzlei“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht betreuen seit Jahren geschädigte Anleger erfolgreich außergerichtlich als auch vor Gericht.
Wir publizieren zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.

AWD-vermittelte Anlagen
Der AWD bzw. Gesellschaften, die er übernommen hat (z.B. „S & C“ – „Sicherheit und Capital“), haben eine Reihe von Anlageprodukten des Grauen Kapitalmarktes vertrieben. Des betrifft insbesondere Beteiligungen an folgenden Investments mit denen sich unsere Kanzlei beschäftigt:

  • Falk-Fonds
  • Medienfonds (IMF 1, 2 und 3)
  • NEWOG
  • Leasefonds (ALAG, ALBIS, Leasetrend)
  • Schiffsfonds (HCI)

Ansprechpartner:
Johannes-Paul Mitzscherling
Tel.: 030 992727-0
E-Mail: [email protected]

Wir senden Ihnen den Fragebogen kostenlos und unverbindlich!

Schicken Sie uns den Fragebogen per E-Mail, Fax oder Post ausgefüllt zurück, dann prüfen wir Ihre Ansprüche und unterrichten Sie über die Erfolgsaussichten und die Kosten eines Rechtsstreites.