HypoVereinsbank erneut wegen Cross Currency Swap zu Schadensersatz verurteilt

13.10.2011327 Mal gelesen
'Und täglich grüßt das Murmeltier' gleich dem Filmtitel muss sich die HypoVereinsbank vorkommen, nach dem sie erneut vom Landgericht München I am 12. Oktober 2011 zu Schadensersatz in voller Höhe wegen Falschberatung im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Corss Currency Swaps verurteilt worden ist.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold aus der
Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mit Sitz in München und Frankfurt meint
dazu:
'Es ist nicht mehr zu erklären was die HypoVereinsbank mit diesen Fällen
macht. Reihenweise wird die Bank quer durch Deutschland wegen
Swapgeschäften verurteilt und trotzdem bringt sie jeden Einzelfall vor
Gericht. Zum einen ist das Geld verbrennen und zum anderen muss der Bank
dies zwischenzeitlich als Taktik unterstellt werden, um zu hoffen, dass
sich die meisten Bankkunden nicht trauen vor Gericht zu gehen.'

Die Urteile insbesondere aus München, Stuttgart und vom Bundesgerichtshof
in Karlsruhe sprechen eine andere deutliche Sprache.

'Aufgrund dieser eindeutigen Rechtsprechung, kann keinem Kunden mehr dazu
geraten werden, freiwillig Zahlungen auf Swapgeschäfte zu leisten oder die
entstandenen Verluste gar bei der Bank zu finanzieren.' so Rechtsanwalt
Leipold weiter.

Diese hoch komplexen und gefährlichen Derivatgeschäfte sind seit Monaten in
den Schlagzeilen. Sowohl die Deutsche Bank, als auch die HypoVereinsbank
und viele andere Banken haben durch diese Geschäfte Millionen Verluste bei
Verbrauchern, Unternehmen und Kommunen verursacht, welche gleichzeitig die
Gewinne der Banken waren.

Betroffenen Anlegern kann daher nur empfohlen werden, ihre Unterlagen von
spezialisierten Rechtsanwälten überprüfen zu lassen.