Unicredit HypoVereinsbank - versteckte Marge in Swapgeschäften?

11.08.2011516 Mal gelesen
Zeugen belegen vor dem LG München I negativen Barwert zu Beginn der Swapgeschäfte

Genau wie im Fall Ille der bereits vor dem BGH gegen die Deutsche Bank verhandelt worden ist und in dem die Bank wegen Swapgeschäften zu Schadensersatz in sechsstelliger Höhe verurteilt worden ist, scheint auch die HypoVereinsbank solche anfänglich negativen Barwerte in ihren Geschäften versteckt zu haben. Somit mussten auch die Kunden der HypoVereinsbank bereits zu Beginn Verluste der Geschäfte ausgleichen, welche nicht auf Kursschwankungen zurückführen sind. Dies belegen zumindest mehrere Zeugenaussagen welche der Kanzlei Leipold & Coll. vorliegen.

Im Ergebnis ergibt sich somit gem. BGH Urteil ein Anspruch der Kunden auf Schadensersatz bzw. Rückabwicklung dieser Geschäfte.

Für die HypoVereinsbank dürfte es nunmehr immer enger werden, was diese fragwürdigen Zinswetten betrifft. Außer der Tatsache einer verdeckten Marge, liegt dem LG München I auch ein Schreiben aus der Rechtsabteilung der Bank vor, aus dem hervorgeht, dass die Bank von einem unendlichen Verlustrisiko bei CCS wusste, dennoch aber ihre Kunden bewusst nicht darüber aufgeklärt hat.

Im Ergebnis ergibt sich daraus eine vorsätzliche Falschberatung aus der sich weitere Anspruchsgrundlagen gegen die Bank ergeben.

Betroffenen Bankkunden wird daher empfohlen, angefallene Verluste nicht auszugleichen und sich Rat bei einem spezialisierten Rechtsanwalt einzuholen.