Currency Related Swap (CRS) der HypoVereinsbank (UniCredit Bank) – Erste Anleger fordern Schadensersatz wegen Fehlberatung

Currency Related Swap (CRS) der HypoVereinsbank (UniCredit Bank) – Erste Anleger fordern Schadensersatz wegen Fehlberatung
09.08.2011621 Mal gelesen
Currency Related Swaps (CRS) der HVB (UniCredit Bank) auf den Schweizer Franken führen derzeit bei Anlegern zu hohen Verlusten. Nun machen die ersten Anleger Schadensersatz wegen Fehlberatung geltend. Oft zu Recht, wie Dr. Louis Rönsberg, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, feststellt.

Die HVB (UniCredit Bank) hat in den vergangenen Jahren unzähligen Kunden - Unternehmen wie Privatanlegern - so genannte Currency Related Swaps (CRS) auf den Schweizer Franken empfohlen. Vereinfacht gesagt beinhalten diese eine Spekulation auf die Entwicklung der Differenz zwischen Euro und Schweizer Franken (CHF). Steigt der Franken oder sinkt der Euro, so verliert der Kunde Geld. Und dieser Tage steigt der Schweizer Franken im Zuge der Eurokrise ganz gewaltig.

Currency Related Swaps wurden auf Anraten der Bank zumeist mit sehr hohen Bezugsbeträgen - regelmäßig über € 5 Mio. - abgeschlossen. Dies führt nun zu vierteljährlich wiederkehrenden Zahlungspflichten des Kunden an die Bank in teilweise sechsstelliger Höhe. Auch wenn der Currency Related Swap (CRS) im Gegensatz zum Cross Currency Swap (CCS) kein zusätzliches Währungsrisiko enthält, so kann er doch zu Schäden in Millionenhöhe führen und einen Anleger ohne weiteres ruinieren. Und darauf hätte nach Meinung von Rechtsanwalt Dr. Louis-Gabriel Rönsberg eindeutiger hingewiesen werden müssen. Zudem beinhalteten Currency Related Swaps bereits bei Abschluss einen erheblichen negativen Marktwert zulasten des Kunden. Dieser resultierte daraus, dass es nach den gängigen finanzmathematischen Berechnungsmethoden bei Vertragsschluss wahrscheinlicher war, dass der Kunde mit dem Produkt Geld verliert, als dass er etwas gewinnt. Auch darüber hätte nach Ansicht von Anwalt Dr. Rönsberg deutlicher aufgeklärt werden müssen.

Die Wirtschaftskanzlei SLB Kloepper hat verschiedene Fälle, in denen Currency Related Swaps und Cross Currency Swaps empfohlen wurden, eingehend analysiert. Dabei ist durchweg feststellbar, dass den Kunden weder das hohe Verlustrisiko bzw. das nicht unwahrscheinliche Ausmaß der Verluste, noch der anfängliche negative Wert des Produkts bewusst war. Dr. Rönsberg bemerkt dazu: „Mit seinem Urteil vom 22.03.2011 (Az. XI ZR 33/10) hat der Bundesgerichtshof zur Frage der Fehlberatung bei CMS Spread-Ladder-Swaps festgestellt, dass ein Bankberater seinen Kunden darüber aufklären muss, dass dem Produkt bereits bei Abschluss ein negativer Wert innewohnt. Nur so - so der BGH - kann sich der Kunde ein Bild über das Ausmaß des Eigeninteresses seines Beraters machen. Diese Rechtsprechung ist nach unserer Ansicht auch auf den Currency Related Swap und den Cross Currency Swap anwendbar.“ Die ersten Gerichtsverfahren laufen bereits.

Die Kanzlei SLB Kloepper Rechtsanwälte rät im Falle einer Fehlberatung dringend dazu, den Anspruch von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt überprüfen zu lassen. Andernfalls läuft der Geschädigte Gefahr, dass seine berechtigten Ansprüche verjähren oder er gezahlte Gelder nicht mehr zurückfordern kann.

Kontakt:

Dr. Louis Rönsberg | Fachanwalt für Bank- und Kapitalmartrecht

SLB Kloepper Rechtsanwälte

+49 (0) 89 - 51 24 27 - 0