Schneerente - eine Altersvorsorge ohne Happy End?

10.12.2010844 Mal gelesen
Ein Millionenmodell für wohlhabende Kunden, an dem ausschließlich die Beteiligten Berater und Banken bestens verdient haben.

Immer mehr Kunden melden sich wegen einem Anlagemodell, welches vor Jahren insbesondere Ärzten und Apothekern verkauft worden ist. Dabei wurde ein Altersvorsorgemodell angepriesen, dass nicht nur eine hohe Rendite versprach, sondern auch erhebliche Steuervorteile sichern sollte. Am Ende kam es wie so oft ganz anders. Die betroffenen Anleger haben heute oftmals nur erhebliche Verbindlichkeiten bei den mitfinanzierenden Banken, das Modell hingegen funktioniert schon lange nicht mehr. Der Steuerspareffekt wurde aberkannt, die Rentenversicherung oftmals durch die Alte Leipziger Versicherung angeboten, schüttet maximal noch 50 % der versprochenen Rente aus, der Tilgungsersatz ist heute wertlos und die Fremdwährungskredite meistens in CHF abgeschlossen, werden immer höher.

Gewinner bleiben die Berater und Banken die bei diesen Modellen Millionen an Provisionen bekommen haben und die Kunden heute im "Schnee" stehen lassen.

Betroffenen Anlegern wird daher dringend geraten Ihre Unterlagen von spezialisierten Rechtsanwälten prüfen zu lassen, denn es gibt zwischenzeitlich mehrere Wege dieses Modell rückabzuwickeln und die Provisionen zurück zu verlangen.

Beispielsweise hätte beim Verkauf darauf hingewiesen werden müssen, dass die Steuereffekte nicht sicher sind und das es aufgrund der Konstellationen ein hohes Risiko des Totalverlustes gab. Aus den meisten Fällen ist aber bekannt, dass es solche Aufklärungen nicht gab.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Leipold, der bereits mehre Kunden aus diesen Modellen heraus geholt hat, empfiehlt daher seine Unterlagen prüfen zu lassen. Es gilt insbesondere dabei zu beachten, dass hier Verjährungsfristen laufen die teilweise Ende 2010 ablaufen.